Powerboat Open Air Schleswig

Freitag, ein sonniger Nachmittag am Ufer der Schlei. Rund um das Louisenbad lagern zahlreiche Powerboat-Freunde um ihrem Hobby frönen. Erneut zeigten sie, im für Badende gesperrten Strandbad, was in diesen kraftvollen, ferngesteuerten Modellen steckt. Mit lautem Getöse der Verbrenner-Motoren schossen die Powerboote zum Teil auch recht spektakulär über die Wellen der Schlei. Am Ufer und im Camp wurde während dessen, weiter am Material geschraubt und optimiert.

Nicht zu übersehen war leider auch, dass die Veranstaltung einen erheblichen, negativen Effekt auf die Gastronomie am Louisenbad hatte. Anders als vermutet und an so sonnigen Tagen üblich, herrschte hier gähnende Leere und ich hatte die ganze Terrasse für mich allein.

Keine Kundschaft trotz optimalem Strandwetter.

Ich nehme an es lag am Camp der Powerboat-Piloten, denn wenn auch die eigentliche Zuwegung zum Bad technisch frei war, hatte man als Passant eher das Gefühl, durch die dicht an dicht aufgestellten Zelte, Vorzelte samt Wohnwagen und Wohnmobile und damit durch die Wohnzimmer fremder Menschen steigen zu müssen, um eine Portion Pommes und ein Radler oder auch nur ein Eis zu bekommen.

Powerboat-Camp direkt am Louisenbad, vom Strandbad nichts mehr zu sehen.

Ich vermute, dass hat die sonstige Laufkundschaft von einem Besuch im Strandbad abgehalten. Vielleicht sollte man das bei der nächsten Veranstaltung in diesem Bereich ändern berücksichtigen. Campen könnte man durchaus auch direkt auf der Königswiese und damit den Bereich direkt vor dem Louisenbad frei halten.

Eine weitere Frage die sich mir stellte, war die Frage nach dem entstehenden Geräuschpegel der Powerboote und die Nähe der Veranstaltung zum Schilfgürtel während der Brut- und Nistzeit unserer Vögel. Wäre die Durchführung einer solchen Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr eventuell sinnvoller?

Trotz einiger, in meinen Augen kritisch zu sehender Aspekte, eine Veranstaltung die unsere Stadt bunter macht.