Schwere Vorwürfe gegen Schleswiger Veranstalter

Angeblich keine Sanitäter auf dem Schleswiger Stadtfest „Schleswig Swingt“

Am 26. 07. 2019 erhielten wir über den Posteingang unseres Schleswig LEBT! Facebook-Ablegers, also der zum Stadtmagazin gehörigen Facebook-Page, eine Nachricht in der der Veranstalter des bekannten Stadtfestes sehr hart beschuldigt wird. Auf dem zur Nachricht gehörigen Facebook-Profil werden diese Anschuldigungen ganz offen gepostet, für jeden Nutzer lesbar steht dort: „Ingo Harder bringt Mitbürger in Gefahr!!!“ gefolgt von einem Foto des Schreibens, dass eben auch unser Stadtmagazin über Facebook erreichte.

Der Inhalt des Schreibens

Ich habe zur besseren Lesbarkeit eine (hoffentlich) 1:1 Abschrift des Originals angefertigt:

Anonyme Anschuldigungen.

An die Redaktion,

wie Sie ja wissen hat am Wochenende wiedermal die Veranstaltung Schleswig Swingt stattgefunden. Da es sich hier um nicht eine grade kleine Veranstaltung handelt und diese noch auf einem öffentlich städtischen Gelände, kann man verwundert sein das kein Sanitätsdienst zugegen war.

Nicht eine Sanitätsstreife, kein Krankentransportwagen, geschweige denn Rettungswagen war zu sehen!!! Konnte ja auch nicht, da weder das eine noch das andere vor Ort war.

Fakt ist das der Veranstalter keinen Sanitätsdienst vor Ort hatte obwohl dieser von der Stadtverwaltung (Ordnungsamt) grundsätzlich gefordert wird und wurde.

Aus diesem Grunde hatte die Veranstaltung Schleswig Swingt gar nicht erst eröffnet werden dürfen, hier wurden gravierende Sicherheitsmerkmale die gefordert wurden nicht eingehalten und durchgeführt.

Hier hat eine Absichtliche Täuschung der Ordnungsbehörde der Stadt Schleswig stattgefunden, oder muss man jetzt sogar denken (hat man als Ratsmitglied besondere Vorteile bei der Stadtverwaltung???)und kann diese Anforderung in der Veranstaltungsgenehmigung übergehen.

Hier hat der Veranstalter absichtlich und offensichtlich mit dem Leben seiner Gäste gespielt?. Grade in der heutigen Zeit des Terrors, muss gesonderte Vorsorge getroffen werden um seine Gäste und Veranstaltungen in dieser größen Ordnung zu sichern. Dies hat Herr Ingo Harder als Veranstalter anscheinend nicht für nötig gehalten. Es ist beschämend das man als Ratsmitglied und Bürgermeister Kandidat der Stadt Schleswig so mit seinen Bürgern umgeht.

Hier sollte man die Bürger der Stadt, das Ordnungsamt, die Kreisverwaltung informieren. Wir werden zu künftige Veranstaltungen von Herrn Harder meiden.

Eine Strafanzeige behalten wir uns noch vor.

Vielen Dank für Ihr offenes Ohr und die Zeit die Sie sich genommen haben dies zu lesen.“

Der Verfasser dieses Schreibens bleibt anonym und im Dunkeln. Ich habe dann über Facebook Kontakt zu dem Inhaber des Profils aufgenommen und gebeten er möge mir seine reale Identität preisgeben. Wie ich bereits im Vorfeld bereits ahnte, war der User dazu nicht bereit, versicherte allerdings es wäre eine „sichere Quelle“. Nun stehen also schwerwiegende Anschuldigungen im Raum, aber was ist da nun wirklich dran? Denn Belege für die Behauptungen bleibt uns der Verfasser der Anschuldigungen bisher komplett schuldig.

Waren tatsächlich keine Sanitäter anwesend?

Ich habe mit Ingo Harder gesprochen und er kann glaubhaft darlegen, dass selbstverständlich entsprechende Dienste anwesend waren. Krankentransporter standen ebenfalls zur Verfügung, aber natürlich nicht im Gewühl der Veranstaltung, sondern etwas abseits des Geschehens.

Es gibt also keinerlei glaubhaften Hinweis auf ein eventuelles Fehlverhalten oder Missachtung behördlicher Auflagen. Insgesamt waren wohl 6 Sanitäter (z.T. auch in ziviler Kleidung) anwesend und auch 10 Security-Mitarbeiter und reguläre Streifenpolizisten.

Das Schreiben mit den Anschuldigungen ist immer noch online und für Jedermann sichtbar.

Alles was bleibt ist ein anonymes Schreiben von einem zweifelhaften Facebook-Account und der Versuch den Ruf eines Mitbürgers und Bürgermeisterkandidaten massiv zu schädigen und viel heiße Luft. Der Grund dieser Aktion bleibt dabei im Dunkeln und nebulös. Man kann tatsächlich nur spekulieren und Vermutungen anstellen: Private Rachegelüste? Neid? Schmutziger Wahlkampf? Wer weiß das schon?

Ingo Harder hat selbstverständlich Strafanzeige gestellt und das Dezernat für Cyberkriminalität eingeschaltet, dass jetzt ermittelt. Das fragliche Dokument steht, zur Zeit des Schreibens dieser Zeilen, noch immer und für Jeden ersichtlich im öffentlichen Bereich des fraglichen Facebook-Profils und wurde noch nicht entfernt.

Es bleibt zu hoffen, dass die ermittelnden Stellen zeitnah aufklären können und falls mir neue Informationen zur Sachlage bekannt werden, werde ich hier weiter entsprechend berichten.

Informative Links zum Thema Sanitätsdienste auf Veranstaltungen

Update 29.07.2019

Leserhinweis: Grundlage für die Berechnung Risiko-Potentials einer Großveranstaltungen und damit auch die des benötigten Sanitätspersonals ist die so genannte „Maurer Tabelle“. Wer genaueres zu dieser Tabelle wissen möchte kann hier mehr darüber erfahren.

Alternativ dazu gibt es den „Kölner Algorithmus“. Beide Verfahren werden hier verglichen.

Die „Maurer Tabelle“ im Microsoft-Excel-Format als Download: Maurer-Tabelle (Quelle: bibliotheksportal.de)

Die Auflagen des Ordnungsamtes für Schleswig Swingt 2019

Ich bat das Ordnungsamt uns über die gemachten Auflagen für die Veranstaltung aufzuklären und bekam ganz offiziell folgende Angaben:

Benötigte Sanitätsdienste:
  • 5 Sanitätshelfer
  • 1 Krankentransportwagen (KTW) inklusive Mannschaft
  • 1 Rettungswagen (RTW) inklusive Mannschaft
Benötigtes Sicherheitspersonal:
  • 10 qualifizierte Sicherheitsmitarbeiter
  • 8 Ordner

Vielen Dank an das Schleswiger Ordnungsamt für die Aufklärung.

Für Ingo Harder sollte es natürlich ebenfalls sehr einfach sein, das Vorhanden sein des geforderten Sanitäts- und Sicherheitspersonals zu belegen und diesen zu benennen. Damit wäre die Sache ziemlich einfach und schnell vom Tisch. So entstehen eben unnötige Spekulationen. Das ist wirklich Schade.

Ein Kommentar

  1. Solche Aktionen – und dann auch noch anonym – sind einfach nur armselig. Ingo reißt sich wirklich den… auf, um hier in Schleswig Veranstaltungen zu machen. Also lasst ihn doch einfach seine Events planen und genießt sie je nach Vorliebe oder auch nicht, aber lasst dieses Miesmachen mit allen Mitteln.
    Ich behaupte – und bin fest davon überzeugt -, dass diese Aktion keine schmutzige Wahlkampagne einer Partei oder eines Kandidaten war.
    Lasst uns alle schnell diese merkwürdige Aktion hinter uns lassen und hoffen, dass die Polizei alles daransetzt, den Täter zu ermitteln.
    Ich wünsche ihnen ernsthaft viel Erfolg!

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