#AlleFürsKlima Demo in Schleswig

Die Zeit zerrinnt uns zwischen den Fingern. Die Zeit zum Handeln ist fast vorbei.

Die Politik in den letzten Jahrzehnten hat die nun immer deutlich zu Tage tretenden Klima-Probleme zugunsten einer brummenden Wirtschaft komplett ignoriert und versucht die Sache auszusitzen. Wachstum bis es nicht mehr geht, so die Devise. Profitmaximierung auf Kosten der kommenden Generationen. Diese wiederum sind bekannter Maßen aufgewacht und fordern laut ihr Recht auf eine eigene lebenswerte Zukunft.

Heute sind Millionen Menschen weltweit auf die Straße gegangen um eine längst überfällige Wende zu fordern. So auch heute Morgen in Schleswig. Um 9:45 trafen sich die Demonstranten im Stadtweg vor der Nospa um ihren Zug durch die Stadt zu starten:

Auch in Schleswig wird die Zahl der Demonstranten von Demo zu Demo immer größer, diesmal wurden die jungen Schleswiger von vielen Demonstranten der älteren Generationen unterstützt. Also ist diese Bewegung keine reine Angelegenheit von Schülern mehr. Und das ist gut so. Nur die Masse kann die Verantwortlichen vor sich her treiben und endlich zum Handeln zwingen.

Im Hof der Kreisverwaltung laut und deutlich der allgemeine Unmut formuliert. Unterstützung in Form von Reden gab es dort zum Beispiel vom Nabu und der Bio-Landwirtschaft. Auch wurden die Demonstranten aufgefordert sich mehr lokal für die Umwelt zu engagieren und damit, neben den freitäglichen Demos, auch selbst direkt anzupacken. Zum Beispiel auch beim morgigen “Schietsammeln an der Schlei” und ähnlichen Aktionen.

Die Demo endete am Rathaus vor dem Graukloster. Nochmals nutzten einige die Gelegenheit für Ansprachen, Forderungen wurden wiederholt klar gestellt und Vorschläge gemacht, was jeder Einzelne schon im Kleinen beitragen kann. Kleinvieh mach halt auch Mist. Den eigenen Konsum kann jeder selbst mal hinterfragen.

Während die überwiegende Mehrheit der Demonstranten mit friedlichen, demokratischen Mitteln eine Wende herbei führen möchten, gab es leider auch andere Stimmen. So forderte ein Redner aus dem linksradikalen Spektrum auch militante Mittel. Spinnereien die, genau wie der Nationalismus, ganz, ganz tief in die Mottenkiste der Geschichte gehören und bei mir nichts weniger als Fremdscham auslöste. Die übrigen anwesenden Demonstranten zeigten dem Redner dann auch ziemlich deutlich, was sie von seinen Ideen und Worten hielten. Nämlich rein gar nichts! Nach dieser kruden Rede übernahmen die Organisatoren wieder selbst das Kommando und ließen nicht zu, dass ihre Demo weiter umterminiert und missbraucht wurde. Bravo!

Auf diese Generation kann man eigentlich nur stolz sein. Sie wissen worum es geht, sie halten sich an wissenschaftliche Fakten, sie haben klare Forderungen. Für ihre Zukunft und die ihrer kommenden Kinder ist ein radikaler Kurswechsel notwendig und zwar nicht erst in 2030, sondern genau jetzt und hier.