Costal Clean Up in Schleswig

Schiet sammeln an der Schlei am Samstag Nachmittag

Ich war bereits im Frühling bei der letzten Müll-Sammelaktion mit vielen großen und kleinen Schleswigern in der Stadt unterwegs um sie von dem allgegenwärtigen Unrat zu befreien. Damals vermisste ich durchaus auch Menschen aus meinem Freundeskreis. Darauf angesprochen hieß es meist: „Wer hat denn als Arbeitnehmer am Samstagvormittag Zeit dazu?“ Ok, dass kann man natürlich nachvollziehen. Umso gespannter war ich dann heute, denn diesmal fand die Sammelei ja erst am frühen Nachmittag statt. Ich ahnte es aber schon, auch diesmal konnte ich niemanden aus meinem Freundeskreis ausmachen. Wer will findet Wege, wer nicht will findet Ausreden. 😉

Gestartet bin ich mit meinen Mitstreitern heute am Slesvig Roklub und wir sammelten über die gesamte Fläche der Königswiesen. Viel, viel Bückerei war diesmal für mich angesagt, da ich etwas spät war waren leider alle Schietgrieper schon vergeben, die bei solchen Aktionen immer eine willkommene Arbeitserleichterung darstellen. Nun gab’s für mich halt „nur“ ein paar Arbeitshandschuh und einen blauen Müllsack und los ging es.

Auch dieses Mal auffällig: Zigarettenkippen überall. Eine echte Pest und ein großes Problem, verseucht eine einzelne Kippe doch 40 Liter kostbares Grundwasser. Bei jeden Mal Bücken nach so einem Teil, möchte man dem ignoranten Verursacher die Pest an den Hals wünschen. Wenn es nach mir ginge, würde ich 0,50 € Pfand pro verkaufter Zigarette als angemessen ansehen.

Ansonsten war der Sammelbereich zu meinem Erstaunen relativ sauber. Kein Vergleich zur Sammelaktion im Frühling im St. Jürgen. Während ich damals anderthalb blaue Müllsäcke sammelte, war es diesmal lediglich einer und dann auch nur zu einem Drittel gefüllt. Kippen und Kronkorken nehmen eben nicht viel Platz ein.

Die Ausbeute von zwei Stunden Müll sammeln an der Schlei.

Wo ich viele kleine bunte Schnipsel, Kabelbinder, Reste von Kunststoffschnüren, und bunte Wollreste fand, war der Bereich auf dem beim NØRDEN Festival die Bastel-Werkstatt befand. Da wurde scheinbar nach dem Abbau nicht wirklich gründlich aufgeräumt. Also war wieder Bücken für mich angesagt. Vielleicht lässt sich beim nächsten NØRDEN Festival der Boden der Werkstatt mit sowas wie einer Plane auslegen, dann ist die anschließende Reinigung ein Kinderspiel. Denn das beim Basteln natürlich auch was zu Boden geht ist doch klar und auch nicht schlimm, wenn man es hinterher komplett wieder reinigen kann. Auf Rasenuntergrund bleibt dann halt nur auf die Knie gehen und mit der Hand aufsammeln, wenn man es ernst meint.

Nach zwei Stunden war die Plackerei dann erledigt und der Slesvig Roklub lud die fleißigen Schleswiger Sammelbienen in seine Räumlichkeiten um sich bei Cola, Kaffee, Tee und Kuchen zu stärken und miteinander Klönschnack zu halten.

Insgesamt wieder eine tolle Aktion an der viele kleine und große Schleswiger teilnahmen. Ich bin beim nächsten Mal sicher wieder dabei. Vielleicht ja auch mit Verstärkung aus dem Freundeskreis? Ich bin mal gespannt. 🙂

Besonderer Dank geht auf jeden Fall an den Initiator Carsten Petersen vom Holmer Segelverein Schleswig e.V. für sein großartiges Engagement in dieser Sache!

Zum Schluss noch ein kleiner Gedanke meinerseits. Wenn die Stadt Schleswig so tolle Bürger hat, die solche, offensichtlich nötigen Aktionen zum Wohle Aller starten, dann könnte die Stadt doch bitte die Kosten für Container und Entsorgung übernehmen. Es gab zum Glück entsprechende Spenden, aber für die Initiatoren bedeuten solche Aktionen jedesmal auch ein finanzielles Risiko. Ich denke, dass sollte der Stadt das Engagement ihrer Bürger wert sein.

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