Großkontrolle des Wasserschutzpolizeireviers Brunsbüttel im Oktober 2019

Brunsbüttel (ots)

Die Wasserschutzpolizei Schleswig -Holstein nahm im Oktober 2019 an der weltweiten Großkontrolle „30 Days at Sea“ teil. Das WSPR Brunsbüttel beteiligte sich mit insgesamt 30 Schiffskontrollen an dieser Aktion.

Ziel dieser von INTERPOL initiierten Kontrollaktion, die von insgesamt 60 Staaten unterstützt wurde, ist der Schutz der Meeresumwelt durch eine Verbesserung der internationalen Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfolgung.

Das WSPR Brunsbüttel und die dazugehörige WSP-Station Husum setzten bei den Schiffskontrollen die durch die Wasserschutzpolizeien der Küstenländer und der europäischen Schifffahrtsbehörde (EMSA European Maritime Safety Agency) geplanten Schwerpunkte um. Diese betrafen das MARPOL Abkommen (internationale Umweltregeln für Seeschiffe) und das internationale Ballastwasserübereinkommen.

Insgesamt wurden bei den 30 Kontrollen durch die Beamten des WSPR Brunsbüttel 20 Verstöße festgestellt und 2414,00.-EUR an Sicherheitsleistungen und 515,00.-EUR Verwarngelder eingezogen. Die häufigsten Verstöße betrafen das im September 2018 in Kraft getretene Ballastwasserübereinkommen und das die Schiffskläranlagen betreffende MARPOL IV Abkommen. So wurde z.B. auf einem unter der Flagge von Singapur fahrenden Tanker ermittelt, dass bei der vorherigen Reise unbehandeltes Schiffsabwasser in das Meer und die Küstengewässer eingeleitet wurde. In diesem Fall wurde durch das Amtsgericht Itzehoe eine Sicherheitsleistung von 1000.-EUR angeordnet. In einem anderen Fall wurden auf einem unter der Flagge der Niederlande fahrendem Frachtschiff Verstöße gegen die Regeln zur Führung des Ballastwassertagebuches festgestellt, welche zu Sicherheitsleistungen in Höhe von insgesamt 369,-EUR führten.

Die festgestellten Verstöße belegen die richtige Zielsetzung bei den Kontrollschwerpunkten und zeigen Nachbesserungsbedarf von Seiten der Schifffahrt auf. Auffällig sind Probleme bei Betrieb und Wartung der Kläranlagen an Bord von Schiffen sowie unzureichende Kenntnis über die Regeln zum Einleiten von Ballastwasser sowie der dazugehörenden Buchführung. Die Aktion „30 Days at Sea“ wird voraussichtlich auch im nächsten Jahr wiederholt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an das zuständige Wasserschutzpolizeirevier in Brunsbüttel unter der Telefonnummer 04852/90018.

Maike Pickert

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