Parents4Future Schleswig und Umgebung

Am letzten Dienstag fand im Hotel Am Kreisbahnhof die Gründungs- und Orga-Veranstaltung von Parents4Future Schleswig und Umgebung statt. Friederike Rathgens stellte den interessierten Anwesenden das Projekt vor.

Leitbild und Grundsätze

Parents4Future sieht sich als ältere Generation in der Verantwortung, die durch uns alle verursachte Klimaerwärmung zu stoppen. Der friedliche Protest der FridayForFuture-Bewegung für einen ambitionierten Klimaschutz soll unterstützt werden, explizit auch deren Mittel des Schulstreiks. Parents4Future ist unabhängig von politischen Parteien und Organisationen und weder Unternehmen noch institutionellen Interessengruppen verpflichtet. Man sieht sich als losen Verbund von Erwachsenen, der offen für jeden ist und der sich kritisch für eine selbstbestimmte lebenswerte Zukunft einsetzen möchte.

Forderungen

Parents4Future fordert die Erderwärmung so weit wie es möglich ist einzugrenzen und deutlich mutigere und schnellere Maßnahmen für den Klimaschutz. Kriterien der Klimagerechtigkeit, wie sie im Pariser Abkommen vereinbart wurden, sollen gewahrt werden. Die Ergebnisse der IPCC-Reports müssen ernst genommen werden. Auch wird ein Ende der Kohleverstromung und deren Subventionen verlangt. Parents4Future fordert eine umfassende Klimaschutzstrategie, strengere Klimaschutzgesetze, sowie höhere CO²-Abgaben als sie derzeit beschlossen wurden.

Prof. Dr. Olav Hohmeyer klärte auf

Informationen über die aktuelle Klimasituation steuerte Prof. Dr. Olav Hohmeyer bei. Der Klimaforscher und Nobelpreisträger erklärte allen Anwesenden sehr verständlich, warum jetzt beherzt gehandelt werden muss und nicht erst in der Zukunft. Er zeigte wo das Problem liegt und warum z.B. die Atomkraft keine wirkliche Alternative ist. Auch zeigte er anhand von Kartenmaterial was ein drohender Meeresspiegelanstieg von 7 Metern für unser Land bedeuten würde und warum man die Deiche bei einem solchen Anstieg auch nicht einfach so erhöhen könnte. Rendsburg, Itzehoe, Bad Bramstedt und Pinneberg würden z.B. zu Hafenstädten an der Nordsee werden. Aber selbst bei einem Anstieg von nur einem Meter wird ein Bau oder der Erwerb einer Immobilie, z.B. im Bereich der Schleswiger Königswiesen, kein gelungenes Investment. Es sei denn man baut auf Stelzen und besitzt einen Bootsführerschein samt maritimen Gefährt. Man kann sich das gut anhand der Floodmap die auf Daten der NASA beruht vergegenwärtigen. Diese Karte zeigt den Meeresspiegel bei schönem und windstillem Wetter. Was bei entsprechenden Sturmfluten passiert mag man sich nicht wirklich vorstellen.

Zum Aufrufen der interaktiven Floodmap Karte auf das Bild klicken.

Aber jeder Einzelne von uns kann und muss zur Minderung der drohenden Katastrophe beitragen. Auch viele kleine Veränderungen im persönlichen Verhalten haben einen Effekt und sind ein wichtiger Teil der Lösung. Eins wurde deutlich, den Kopf in den Sand stecken und einfach weiter machen als gäbe es kein Problem, das kann niemand mehr.

Aufruf

Wenn ihr euch also bei Parents4Future Schleswig & Umgebung einbringen möchtet und damit eure Kinder, Enkel und Ur-Enkel unterstützen wollt, dann werdet aktiv und kommt zu den nächsten Parents4Future-Treffen.

Zum Schluss bleibt noch der Hinweis auf den nächsten internationalen Klimastreik am 29. November 2019. In Schleswig trifft man sich um 10:30 Uhr auf den Königswiesen am Amphitheater.

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