Girl’s Day: Mädchen schnuppern in typische Männerberufe

Auch Jungen in Deutschland interessieren sich für so genannte Frauen-Jobs

Ein Tag, an dem Mädchen und Jungen neue Berufe entdecken und ihre Fähigkeiten testen können. Viele junge Frauen interessieren sich für Berufe wie Verkäuferin, Friseurin oder Bürokauffrau. Unbenommen bleiben diese Jobs vielfältig interessant, aber weibliche und männliche Generationen unterschiedlicher Jahrgänge haben dennoch auch schon einmal über andere Bereiche nachgedacht?

Am Girls’ Day lernen Mädchen Berufe kennen, in denen bisher meist ausschließlich Männer arbeiten – beispielsweise Informatikerin, Industriemechanikerin oder Tischlerin. Dort sind junge Frauen sehr gefragt.

Mädchen haben im Schnitt häufig sehr gute Schulabschlüsse und Noten. Trotzdem wählt mehr als die Hälfte der Mädchen aus nur zehn verschiedenen Ausbildungsberufen im dualen System – darunter kein einziger naturwissenschaftlich-technischer Job. In Studiengängen wie beispielsweise Ingenieurswissenschaften oder Informatik sind Frauen deutlich unterrepräsentiert. Damit schöpfen sie ihre Berufsmöglichkeiten nicht voll aus; den Betrieben aber fehlt gerade in technischen und techniknahen Bereichen zunehmend qualifizierter Nachwuchs.

Für Jungen ab der fünften Klasse findet parallel zum Girls’ Day der Boys’ Day – ein Jungen-Zukunftstag statt. Bundesweit laden Einrichtungen, Organisationen, Schulen und Hochschulen sowie Unternehmen Schüler ab der fünften Klasse ein. Sie lernen an diesem Tag unter anderem auch Dienstleistungsberufe in den Bereichen Erziehung, Soziales, Gesundheit und Pflege kennen sowie weitere Berufsfelder, in denen bislang nur wenige Männer arbeiten.

Bei der Stadt Schleswig können Mädchen sich für eine Teilnahme in einer eher typischen Männerdomäne im Fachbereich Bau beim Tiefbau bewerben. In der Stadtentwicklung hingegen arbeitet bereits prozentual ein durchschnittlicher höherer Wert an Frauen als üblich. Denn dort arbeiten genauso viele Frauen wie Männer im Fachdienst. Auch der Bürgermeister der Stadt Schleswig, Stephan Dose, bietet einen Platz an. Ebenso können sich die Jungs an eine städtische Kia wenden, wenn dieser Bereich kennengelernt werden soll. Für Rückfragen und die Vermittlung der Plätze steht die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Schleswig, Karin Petersen-Nißen, telefonisch unter 04621-814 150 oder per Mail unter gleichstellung@schleswig.de zur Verfügung.