Vidiki 2.0: Land stellt Mittel bereit

Gesundheitsminister Garg: Virtuelle Diabetesambulanz trägt zur Verbesserung der Versorgung und zum Therapieerfolg bei

KIEL. Etwa 32.500 Kinder und Jugendliche sind in Deutschland von Diabetes mellitus Typ1 betroffen. Diese Form der Diabetes ist damit die am häufigsten auftretende Stoffwechselerkrankung im Kinder- und Jugendalter. Um deren fachärztliche Versorgung zu vereinfachen, ist das Projekt Vidiki 2.0 an den Start gegangen. Dabei betreuen Diabetologen betroffene Kinder und Jugendliche regelmäßig per Videosprechstunde. Das Land fördert das Projekt mit Mitteln aus dem Versorgungssicherungsfonds für die Dauer von einem Jahr in Höhe von 287.687 Euro. Der Versorgungssicherungsfonds wurde eingerichtet, um innovative Projekte zu fördern, welche die sektorenübergreifende Zusammenarbeit stärken und zu einer besseren Versorgung beitragen.

Gesundheitsminister Heiner Garg betont: „Ich freue mich, dass das Projekt Vidiki durch die Förderung aus dem Versorgungssicherungsfonds fortgesetzt werden kann. Kinder und Jugendliche, die an Diabetes erkrankt sind, benötigen eine kontinuierliche Versorgung in einem spezialisierten Zentrum wie beispielsweise bei der Diabetesambulanz am UKSH Lübeck. Für die Familien ist der Besuch dieser Zentren mit einem hohen Zeitaufwand verbunden – vor allem, wenn sie in ländlichen Regionen wohnen und eine weitere Anreise haben. Diesen Familien wird durch das Angebot der Videosprechstunde erheblich geholfen. Messwerte der Kinder und Jugendlichen können durch die Videosprechstunde viel schneller und regelmäßiger übermittelt werden, was auch den Ärztinnen und Ärzten entgegenkommt. An diesem Projekt zeigt sich beispielhaft, wie die Telemedizin zu einer besseren Versorgung in der Fläche und zu einem größeren Therapieerfolg beitragen kann.“

Das telemedizinische Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche, die bereits im Vorgänger-Projekt Vidiki in den Diabetesambulanzen der Studienkliniken im UKSH in Lübeck und Kiel sowie im Städtischen Krankenhaus Kiel telemedizinisch betreut wurden, sowie neu an Diabetes mellitus Typ 1 erkrankte Kinder unter acht Jahren. Am Projekt Vidiki 2.0 ist zusätzlich das Klinikum Itzehoe beteiligt, sodass auch dort betreute Kinder und Jugendliche per Videosprechstunde behandelt werden können. Bestandteil des Projekts ist eine umfangreiche wissenschaftliche Begleitevaluation, die vom Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie der Universität Lübeck in Kooperation mit der Medizinischen Hochschule Hannover vorgenommen wird.

Hintergrund:

Das Vorgänger-Projekt Vidiki wurde von 2017 bis 2020 für drei Jahre aus dem Innovationsfonds gefördert. Zur ersten Projektphase gehörte eine vergleichende wissenschaftliche Studie des UKSH in Lübeck, an der 240 Kinder mit Diabetes mellitus Typ 1 teilnahmen. Das Ergebnis der Studie war, dass sich die Nutzung der Videosprechstunde positiv auf den Therapieerfolg bei den Kindern auswirkt und signifikant die Therapiezufriedenheit der Eltern erhöht. Mit dem Nachfolgeprojekt Vidiki 2.0 soll an diese wissenschaftlich belegten Erfolge durch Nutzung der Telemedizin in der kinderdiabetologischen Versorgung angeknüpft werden.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Max Keldenich | Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein | Adolf-Westphal-Straße 4, 24143 Kiel | Telefon 0431  988-5317 | E-Mail: pressestelle@sozmi.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de/sozialministerium; www.facebook.com/Sozialministerium.SH oder www.twitter.com/sozmiSH

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