Kidical Mass – Platz da für die nächste Generation

Anlässlich des Weltkindertages fand am Samstag (19.09.2020) auch in Schleswig der Aktionstag “Kidical Mass” statt in dessen Zuge der ADFC eine weitere Fahrrad-Demo durchführte. Unter dem Motto “Platz da für die nächste Generation” wollte man auf die suboptimale Radwegesituation, gerade auch für die kleinen Schleswiger Radfahrer*innen hinweisen. Die Sicherheit, oder besser, die fehlende Sicherheit für unsere Kurzen stand dabei im Fokus. Auch hier z.B. wieder mal in der Kritik, die Planung für den Radverkehr für die Flensburger Straße und die Rad-Schutzstreifen. Wer mal auf einem dieser “Schutz”-Streifen neben einem 30-Tonner die Bismarkstraße hinauf, oder herunter gefahren ist, weiß das die Bezeichnung Schutzstreifen eine Farce ist, so sagte das ADFC-Mitglied Ulrich Schneider in seiner Rede (in ganzer Länge im Video unten) auf dem Gelände des ehemaligen Hertie-Gebäudes. Er sagte weiter, dass er sich auf der Demo-Radtour durch Schleswig sehr sicher fühlte, was aber nicht an guten Radwegen gelegen hätte, sondern an der den Demonstrationszug absichernden Polizeibeamten. Bei denen bedankte er sich in diesem Zuge aufs herzlichste. Damit man sich zukünftig auf dem Rad in der Stadt sicher fühlen könne, wird es Zeit das sich in Schleswig was bewegt und die Radwege endlich ausgebaut werden. Wenn die Schleswiger Kinder in Zukunft nicht mehr mit dem Auto zur Schule gefahren werden sollen und sich stattdessen aufs Rad begeben können, müsse man dafür sogen das die Radwege so ausgebaut werden, dass die Eltern zu Hause keine grauen Haare bekommen, weil sie wissen das ihre Kinder gerade auf der Straße sind. Die Autogerechte Stadt ist ein Konzept der 60er Jahre und längst überlebt. Er fordert eine Stadt, die für alle da ist, die Mobilität leben wollen. Für den Fußgänger, den Radfahrer und Autofahrer und dies ginge nur miteinander, sagte Ulrich Schneider.

Die Teilnehmerzahl schätze ich, mit 100 bis 120 Demonstranten, etwas höher ein als bei der vorherigen Fahrrad-Demo.

Impressionen