Buchholz zur Aufhellung am Arbeitsmarkt: “Grund zu Optimismus – trotzdem mit Ausbildung und Investitionen in digitale Infrastruktur wetterfest machen”

Bild von MichaelGaida auf Pixabay

KIEL. Die Aufhellung am schleswig-holsteinischen Arbeitsmarkt stimmt Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz vorsichtig optimistisch: „Sowohl die Zahl der Arbeitslosen als auch die gesunkene Zahl der Betriebe in Kurzarbeit machen deutlich, dass die Zeichen auf Entspannung stehen – doch trotz Herbst-Belebung bleibt die Gesamtlage natürlich vom weiteren Corona-Infektionsgeschehen abhängig und damit unsicher.“ Nach den heute (30. September) vorgelegten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit waren im September 93.961 Menschen arbeitslos, 3,7 Prozent (-3.591) weniger im Vergleich zum Vormonat, aber 23,2 Prozent (+17.665) mehr im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote sank auf aktuell 6,0 Prozent und 96 900 Arbeitnehmer befinden sich in Kurzarbeit, 31 Prozent weniger als im Vormonat.

Als besonders erfreulich bezeichnete Buchholz den Rückgang der Zahl der arbeitslosen jungen Menschen und der arbeitslosen Ausländer im Vergleich zum Vormonat. „Das zeigt, dass die Dynamik im Arbeitsmarkt wieder zunimmt“, sagte er und erinnerte alle Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz daran, dass auch in den nächsten Wochen noch Ausbildungsverträge geschlossen werden können. „Nutzen Sie die Beratungsangebote der Arbeitsagenturen und Kammern. Eine Berufsausbildung bildet die Grundlage für einen erfolgreichen Start in das Erwerbsleben und sichert den Betrieben zugleich den dringend benötigten Fachkräftenachwuchs“, so Buchholz. Der Fachkräftemangel, der demographische Wandel sowie die Digitalisierung seien weiterhin die Top-Themen des Arbeitsmarktes. Entsprechend müssten die Betriebe in die Fort- und Weiterbildungen ihrer Beschäftigten und die digitale Infrastruktur investieren. Das Land helfe seinerseits mit entsprechenden Förderprogrammen wie dem Landesprogramm Arbeit.

Positiv bewertete Buchholz den anhaltenden Trend bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, deren Zahl nach vorläufigen Werten von Mai bis Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat leicht zulegte. „Es erscheint paradox, dass während des Corona-Lockdowns die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gestiegen ist, aber Personaleinstellungen haben immer einen Vorlauf und der Bedarf ist in einigen Branchen wie im Gesundheits- und Pflegebereich ungeachtet der Pandemie hoch“, so der Minister.