“INFOHAUS” für Neuzugewanderte eröffnet

In einem neuen Land, mit fremder Sprache und Kultur einen Neuanfang zu wagen ist kein leichtes Unterfangen. Um dies den Neuzugewanderten in unserem Kreisgebiet zu erleichtern, wurde gestern Nachmittag (07.10.2010) im Foyer des Kreishauses ein sogenanntes “INFOHAUS” aufgestellt. Dabei handelt es sich um eine Multimediasäule mit Tablet-Computer an der sich Migranten über das Leben in Deutschland informieren, Sprachübungen absolvieren und nicht zuletzt individuelle Unterstützung finden oder sich untereinander vernetzen können.

Die Koordinierungsstellen in der Integrationsarbeit des Kreises Schleswig-Flensburg hatten im Vorfeld ihr Interesse an der Teilnahme des Projektes “Ankommen in Deutschland” des Goethe-Instituts bekundet, welches vom Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) mitfinanziert wird. “Ankommen in Deutschland” soll im Besonderen Neuzugewanderte aus Drittstaaten unterstützen, um ihren Start im neuen Land zu erleichtern. Das seit 2013 bestehende Webportal “Mein Weg nach Deutschland” stellt dabei den Kern des Projektes dar und wird mit inzwischen 700.000 Zugriffen jährlich sehr gut angenommen. An den neuen Multimediasäulen können sich Zugewanderte zukünftig auch dort informieren, wo es bisher eher an entsprechenden Angeboten mangelte, wie z.B. im ländlichen Raum. Auch finden sie dort spezifische regionale Informationen, können Online-Beratung der Jugendmigrationsdienste nutzen, anhand von Spielen und Übungen ihre Deutschkenntnisse verbessern und sich in 29 Sprachen über das Alltags- und Berufsleben in unserem Land informieren.

Regina Grasberger vom Goethe-Institut erklärt das INFOHAUS.

Unter allen Bewerbern wurden bundesweit lediglich 35 Kreise ausgewählt und können so ein “INFOHAUS” aufstellen. Der Kreis Schleswig-Flensburg war einer davon und gehört damit nun zu den ersten zehn Standorten, an denen vom Goethe-Institut eine solche multimediale Info-Station aufgebaut wurde.

Die Eröffnungsworte sprachen in chronologischer Reihenfolge: Landrat Dr. Wolfgang Buschmann, Regina Grasberger vom Goethe-Institut, sowie Stephan Asmussen (Fachbereichsleitung Regionale Integration) und Joanna Wilkonska-Malla (Regionale Integration Koordinierungsstelle Integration, Teilhabe und Zusammenhalt (KITZ)).