Bürgermeister übergibt Zertifikat an Teilnehmende

Bürgermeister übergibt Zertifikat an Teilnehmende

25. November 2020 Aus Von Andreas Franke

Zehntes Jubiläum an Volkshochschule – neue Ausbildung startet Mitte 2021

Erfolgreiche Weiterbildung für Dunja Widderich-Jürgensen (v.r.), Thomas Burkhard, Marion Schierholz, Sabrina Barz, Bettina Arning, Malgarzata Grodzka-Hirsch und Marion Hülsen. Foto: Stadt Schleswig

SCHLESWIG. Singen und Spielen mit Personen, die an Demenz erkrankt sind oder darunter leiden, ist eine Herausforderung für jeden Menschen: Betroffene, Angehörige, Pflege- und Betreuungskräfte. Das könne nicht jeder, ist sich aufgrund ihrer beruflichen Erfahrung Ursula Schröder sicher. Mehr als 3000 Unterrichtsstunden in der Demenzausbildung hat die Dozentin an der Volkshochschule (vhs) in Schleswig bereits unterrichtet. Die vhs-Leiterin, Nicole Schmölz, ist stolz auf das runde Jubiläum am Mittwoch in der Königsstraße, als Schleswigs Bürgermeister den erfolgreichen Absolventinnen des zehnten Demenzkurses die Zertifikate überreicht. „Es ist schön zu hören, mit wie viel Herzblut an der vhs und durch die Dozentin Ursula Schröder in diesem Weiterbildungsangebot gearbeitet wird“, beglückwünschte und bedankte sich Stephan Dose bei allen Anwesenden. Zu den erworbenen Kompetenzen der Teilnehmenden gehören unter anderem Recht, Ernährungspläne, Hauswirtschaft und Hospizarbeit. „Jede Pflegekraft sollte diesen Betreuungskurs absolvieren, weil er eine Lücke schließt“, fasst Absolventin Marion Schierholz zusammen, die bereits seit mehr als 25 Jahren in der Pflege arbeitet. Sie könne nun aufgrund ihrer Vorbildung das Erlernte besser für die Arbeit in der Betreuung anwenden. Mehr als 150 Betreuerinnen wurden laut Nicole Schmölz bereits an der vhs ausgebildet und arbeiten in der Betreuung, viele davon in einer festen Anstellung. In diesem Zusammenhang übergab sie als Dank der Dozentin, Ursula „Uschi“ Schröder, für ihre Arbeit an der vhs einen Blumenstrauß und eine große Portion Anerkennung. Uschi Schröder blickte dann zurück, dass sie seinerzeit zunächst einen Seniorentreff ins Leben gerufen hätte, um gerade behinderte oder gehandicapte Menschen anzuleiten, bei niedrigschwelligen Angeboten aktiv teilzunehmen. Aus dieser Arbeit keimte das Angebot an der vhs in Schleswig, einen Kursus für die Ausbildung zur Betreuung von an Demenz erkrankten Frauen und Männern anzubieten.
Zum Jubiläumskurs bemerkte Uschi Schröder, dass alle Teilnehmer dieses Kurses bereits eine Anstellung bekommen hätten. „Die jüngste Betreuungskraft erhält eine Vollzeitstelle auf dem ersten Arbeitsmarkt“, so die Dozentin abschließend.

Im Zuge dieses zehnten Jubiläums-Lehrgangs an der Volkshochschule (vhs) Schleswig schlug vhs-Leiterin, Nicole Schmölz, gemeinsam mit Uschi Schröder, der Ausbilderin für Demenzkurse, die Brücke, dass es noch andere Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten werden, die sich zur jüngst in den Medien veröffentlichen Allianz für Demenz eignen.

Voller Leidenschaft berichtet Ursula Schröder (r.) während der Ausgabe der Zertifikate des Weiterbildungskurses Demenzbetreuung von den Aufgaben die auf die Teilnehmenden warten werden und auch Inhalt der Ausbildung waren. Bürgermeister Stephan Dose hat die Zertifikate übergeben. Foto: Stadt Schleswig

Mit dem 2. Pflegestärkungsgesetz wird die Zahl der zusätzlichen Betreuungskräfte in stationären und ambulanten Einrichtungen deutlich erhöht. Die ergänzenden Angebote stehen allen Pflegebedürftigen offen. Wer diese Betreuung beruflich leisten will, muss persönlich geeignet sein und braucht einen Qualifikationsnachweis. Dieser Nachweis wird durch die Ausbildung zur Betreuungskraft erbracht. Die Ausbildung besteht aus Basis- und Aufbaukurs mit 160 Unterrichtsstunden sowie einem Vollzeitpraktikum von zwei Wochen. Den Abschluss bildet die Präsentation eines Umsetzungsbeispiels in Theorie und Praxis und ein anschließendes Kolloquium. Nach erfolgreicher Beendigung erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat.