Weihnachtsmarkt „to go“

Eine Handvoll Schausteller stehen in der Adventszeit im Schleswiger Stadtweg im nötigen Abstand zueinander, überzeugten sich Stadtmanager Helge Schütze, Bürgermeister Stephan Dose und IGL-Vorsitzender Christian Liesegang am Montagmittag. Auch am Capitolplatz ist noch eine weitere Weihnachtsbude geplant. Foto: Stadt Schleswig

SCHLESWIG. Der Weihnachtsmarkt ist zwar abgesagt, einige Schausteller sorgen in der Innenstadt trotzdem für adventliche Stimmung. In diesem Jahr ist alles anders: kein Gedränge, kein geselliges Zusammenstehen, kein Glühwein. Der Weihnachtsmarkt musste Corona bedingt abgesagt werden. Dennoch sind Bratwurst, Crêpes und Mutzen sowie gebrannte Mandeln im Stadtweg der Schleswiger Innenstadt – zwischen Lollfuß und Kornmarkt – nun doch in der Adventszeit zu bekommen. Somit wird ein bisschen Weihnachtsatmosphäre erzeugt. Einige Schausteller haben ihre Buden in der Innenstadt aufgebaut – und verkaufen Weihnachtsmarktgefühl „to go“. Laut eines weiteren politischen Beschlusses – analog zum Peermarkt, der jüngst gefasst wurde – werden den Schaustellern aufgrund dieser besonderen Situation in der Adventszeit 2020 nunmehr 75 Prozent der Standgebühren erlassen, informiert Schleswigs Bürgermeister Stephan Dose.

Nachdem die Gesundheitsbehörde unter Einhaltung aller nötigen Hygiene- und Abstandsauflagen zugestimmt hat, dass vereinzelt Schausteller im Stadtweg stehen dürfen, ist insbesondere auch Sascha Hagelstein froh, seine Crêpes verkaufen zu dürfen. „Gemeinsam ist doch etwas möglich“, so Hagelstein. Auch der IGL-Vorsitzende Christian Liesegang freut sich über eine weihnachtlichere Stimmung und ist überzeugt, dass es funktioniert. Er habe keine Bedenken, weil Abstände eingehalten werden. Die Öffnungszeiten waren bislang nach Ansicht des IGL-Vorsitzenden nicht ausreichend kommuniziert. „Wie gehabt sind die Geschäfte in der Stadt bis 18 Uhr an den Adventssonnabenden geöffnet – inklusive der Buden“, so Liesegang.

Auch der Stadtmanager, Helge Schütze, findet es schön, dass eine Lösung für die Schausteller gefunden wurde. Die Stadtverwaltung hätte einen guten Job gemacht. Der Bürgermeister ergänzte abschließend dazu, dass dieser Plan nicht nebenbei verfolgt, sondern erst nun final mit dem Land abgestimmt wurde, weil zunächst der Hafen als Favorit für einen kleinen Weihnachtsmarkt dienen sollte und es nun auch kein Ersatz sei, sondern nur ein „Weihnachtsmarktgefühl“.