Wikingeck: Es geht voran

Wikingeck, Schleswig. Foto: Andreas Franke

Die im Auftrag der Stadt Schleswig erteilte Sanierungsplanung für die Sanierung der Altlast auf der Wikinghalbinsel geht in die Endphase. Verantwortlich für die Durchführung der Sanierung ist dann der Kreis als untere Bodenschutzbehörde.

Ende letzten Jahres wurden weitere Bohrungen durchgeführt, da in Bereichen, die bis dahin nicht zum Sanierungsgebiet gehörten, im Wasser immer wieder Ölblasen aufgetreten waren. Die Untersuchungsergebnisse haben dazu geführt, dass sowohl an Land als auch im Wasser zusätzliche Flächen hinzugekommen sind und sich so die Abgrenzungen der Sanierungsfläche verändert haben.

Bei der Sanierung wird das verunreinigte Bodenmaterial durch eine Kombination aus Baggerarbeiten und Spezialtiefbauverfahren ausgehoben und per LKW abtransportiert. Eine Abfuhr auf dem Wasserweg wurde zwischenzeitlich ausgeschlossen. Als Entsorgungsmöglichkeiten stehen die thermische Verwertung in einer Verbrennungsanlage, die Reinigung in einer Bodenwaschanlage oder die Deponierung auf einer dafür zugelassenen Abfalldeponie zur Verfügung. Wie die verunreinigten Böden am Ende tatsächlich entsorgt werden, ergibt sich erst nach der Ausschreibung der Baumaßnahme im Laufe dieses Jahres. Aufgrund der kleinräumigen Verhältnisse auf der Wikinghalbinsel wird für die Zwischenlagerung von Böden und die Entwässerung der ausgehobenen Schleisedimente eine größere externe Fläche in der näheren Umgebung von Schleswig benötigt.

Zurzeit werden aktualisierte Kostenschätzungen für die Sanierungsmaßnahme vorgenommen. Bisher steht ohne Zweifel fest, dass die ehemals angesetzten Gesamtkosten in Höhe von ca. 14 Millionen Euro deutlich überschritten werden. Mit den endgültigen Zahlen wird ca. Mitte Februar gerechnet.

Aktuell werden Verhandlungen mit den von der Sanierung betroffenen privaten Grundstückseigentümern geführt. Der Kreis geht davon aus, dass hier eine Einigung erzielt wird. Sämtlichen Eigentümern werden sozialverträgliche Lösungen angeboten, die individuell vereinbart werden.

Die weiteren Anwohner*innen der Callisenstraße werden nach der Genehmigung des Sanierungsplans voraussichtlich im Mai dieses Jahres über Details informiert.

Kreis und Stadt betrachten die Sanierung dieses Altlastenstandorts weiterhin als gemeinsame Herausforderung, die zügig und nachhaltig angegangen werden muss. „Daran ändern auch neue Kostenprognosen nichts.“, so Landrat Dr. Wolfgang Buschmann.