Bedarf für Frauenhäuser in den Kreisen Schleswig-Flensburg und Nordfriesland festgestellt

Bedarf für Frauenhäuser in den Kreisen Schleswig-Flensburg und Nordfriesland festgestellt

8. Februar 2021 Aus Von Andreas Franke
Bild von Markus Winkler auf Pixabay

Endlich ist sie da, die vom Land in Auftrag gegebene Bedarfsanalyse „Hilfeangebote für von Gewalt betroffene Frauen in SH“. Was bislang fehlte waren Zahlen und Fakten, ob ein Bedarf in den beiden Kreisen vorliegt. Die liefert jetzt die Bedarfsanalyse. Es gibt zu wenig Frauenhausplätze in Schleswig-Holstein. 

So unterstützt auch die frauenpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion der Grünen, Aminata Toure, die Einrichtung von Frauenhäusern in Nordfriesland und Schleswig-Flensburg. Für sie ist klar, dass das Land die Finanzierung in dem Bereich aufstocken muß. Das gilt auch für die vorhandenen Frauenhäuser und die Beratungsstellen.

Jede dritte Frau ist in ihrem Leben mindestens einmal Opfer physischer/ und oder sexualisierter Gewalt geworden. Das ist ein gesellschaftliches Problem, dass auch von der Gesellschaft finanziert werden muß. Die Grünen in Schleswig- Flensburg und Nordfriesland werden nun auf Basis der Analyse die Einrichtung der Frauenhäuser politisch voran bringen, und hoffen, dass  2022 in beiden Kreisen Frauenhäuser eröffnet werden können, um dem Bedarf zukünftig annähernd gerecht zu werden.

Die Vorsitzende der Kreistagsfraktion Nordfrieslands Esther Drewsen sagt dazu: „In den Kreistagsfraktionen der Grünen in Schleswig-Flensburg und Nordfriesland wurde verstärkt an der Einrichtung eines Frauenhauses im jeweiligen Kreisgebiet gearbeitet, sind doch die Kreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg als einzige ohne ein Frauenhaus im Land. Aktuell müssen von Gewalt betroffene Frauen im Kreis Dithmarschen und im Frauenhaus Flensburg untergebracht werden, sofern dort Plätze frei sind. Ist das nicht der Fall, kann eine Frau mit ihren Kindern schon mal in Kiel oder Pinneberg untergebracht werden, was wiederum bedeutet, dass Kinder die Schule wechseln müssen, und der Job nicht täglich zu erreichen ist.“

Auch der Vorsitzende des Sozialausschusses Peter Wittenhorst der Grüne Kreistagsfraktion in Schleswig- Flensburg betont:“ Natürlich haben wir uns Frauenhäuser in beiden Kreisen gewünscht! Nachdem sich beide Kreistage für die Einrichtung eines Frauenhauses ausgesprochen hatten, war die Frage, inwieweit das Land die Finanzierung der Frauenhäuser unterstützen würde, um die Planungen vor Ort voran zu bringen.“

Uta Bergfeld, Sprecherin vom Kreisverband der Grünen ergänzt: „In  der Frage bringt uns jetzt die Bedarfsanalyse endlich weiter und wir können den Mangel beheben!“

Die Sprecherin des Kreisverbandes Nordfriesland, Katrin Samulowitz freut sich :“Für viele Mitglieder ist das Thema eine Herzensangelegenheit. In den Kreisverbänden gibt es auch schon Überlegungen einen Verein zu gründen, um ein zukünftiges Frauenhaus autonom zu betreiben.“