VON UNS AUS: Aktion 4 – Autoverkehr / CO2 reduzieren

VON UNS AUS handeln können wir alle! Wir wollen mehr BürgerInnen motivieren. Wir wollen mehr Demokratie!

Beispiel: Plessenstraße – Knud-Laward-Straße – Freiheit

Zusätzlich zu dem stetig gewachsenen Straßenverkehrsaufkommen ist in Schleswig ein außerordentlicher Anstieg zu verzeichnen durch:

  • zunehmenden Tourismus in den letzten Jahren.
  • verstärkt durch BesucherInnen des UNESCO-Weltkulturerbes in den letzten zwei Jahren (so erfreulich diese Chance für unsere Stadt, so groß ist die Belastung für die betroffenen AnwohnerInnen).
  • verstärkt ab 2020 durch neue Reisegewohnheiten (Pandemie).
  • enorme zusätzliche Belastung durch touristischen Busverkehr Dom/Hafen, durch Baufahrzeuge zur/von der Freiheit sowie Gäste der „Heimat“.

Angesichts dessen und der ohnehin problematischen Verkehrsführung in der unterenStadt:

Es ist ein Skandal

  • dass die Stadt Schleswig bei Übergabe des Bundeswehrgeländes nicht vorausschauend für eine Überführung der Pionierstraße in öffentliche Hand gesorgt hat.
  • dass diese intakte Hauptverkehrsader Auf der Freiheit seit geraumer Zeit gekappt und die Nord-Ost-Ein-/Ausfahrt geschlossen ist, über die nach Abzug der Bundeswehr eine bedeutende Verkehrsentlastung zu den äußeren Stadtringen gegeben war.

Hier geht es JETZT um Sofortmaßnahmen!

  • Sofortige Wiederherstellung einer durchgehenden Hauptverkehrsader Auf der Freiheit – zunächst provisorisch! Öffnung der Nord-Ost-Ein-/Ausfahrt. Baufahrzeugverkehr Freiheit nur über Nord-Ost-Ein-/Ausfahrt
  • Plessenstr./Knud-Laward-Str.: durchgehend Geschwindigkeitsbegrenzung 30 km/h.

Nach ewiger Debatte und Planungsversuchen ohne entlastende Ergebnisse, nach Protesten von AnwohnerInnen und Berichterstattung in der Presse, nachdem kein schlüssiges Konzept bekannt ist, das den Autoverkehr insbesondere in der Altstadt kurzfristig reduziert, der öffentliche Sektor also nicht angemessen handelt, sehen wir uns als BürgerInnen in der Verantwortung.

Wir wissen: Um die Finanzen unserer Stadt ist es nicht gut bestellt. Die Sanierung der ehemaligen Gashalbinsel, der Plastikskandal und nicht zuletzt Corona (verminderte Steuereinnahmen) werden diese noch schmälern. Deshalb: Manche Verbesserung ist mit einfachen Mitteln möglich. Unsere Vorschläge stehen möglichen zukünftigen besseren Planungen nicht im Weg.

  • Die Umsetzung unserer Überlegungen würden – ohne große Planung – Kosten – Verzögerung – sofort eine Entlastung des Autoverkehrs im Bereich der Altstadt/Plessenstraße – Knud-Laward-Straße nach sich ziehen.

Weitergehende Überlegungen für Einbahnkreise / Fahrradwege haben wir Herrn Bürgermeister Dose und den Mitgliedern der Ratsversammlung zugeleitet.

Der Klimawandel stellt eine unmittelbare und existentielle Bedrohung für das Leben dar!

Wenn also der öffentliche Sektor nicht vorausschauend handelt und, z. B. beim Klimarisiko, seine Fürsorgepflicht nicht in notwendigem Maß wahrnimmt, ist es nicht nur unser Recht, ist es unsere Pflicht, jetzt von uns aus alle uns möglichen Anstrengungen zu unternehmen, die dazu beitragen, den nachfolgenden Generationen eine lebbare Zukunft zu hinterlassen. Sofern Gesetze und Verordnungen sinnvollen zeitgemäßen Lösungen entgegenstehen, gilt es jetzt Ermessensspielräume zu nutzen. Gleichzeitig ist die Legislative auf allen Ebenen aufgerufen, Gesetze und Verordnungen auf dem schnellsten Weg den neuesten Erkenntnissen zur Zukunft unseres Planeten anzupassen.

VON UNS AUS

Dorothee Tams und Marlies Jensen-Leier