Realisierungswettbewerb Verkehrs- und Freiraumanlagen “Neugestaltung Erschließungsanlagen” der Stadt Schleswig

Rathaus Schleswig. Foto: Andreas Franke

SCHLESWIG. Vor mehreren Jahren ist die Stadt Schleswig mit der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Stadtumbau“ in des Städtebauförderprogramm „Stadtumbau West“ aufgenommen worden. Im Rahmen dieser Sanierungsmaßnahme beabsichtigt die Stadt Schleswig, vertreten durch die BIG Städtebau GmbH als treuhänderischer Sanierungsträger, die Neugestaltung verschiedener Straßen, Wege und Plätze im Sanierungsgebiet „Innenstadt“.

Um qualitätsvolle Ideen und Entwürfe für die freiraumplanerische Neugestaltung der Erschließungsanlagen im Sanierungsgebiet „Innenstadt“ zu erlangen, wurde ein Realisierungswettbewerb Verkehrs- und Freiraumanlagen EU-weit ausgeschrieben. Sechs Arbeitsgemeinschaften, bestehend aus Landschaftsarchitekt*innen und beratenden Ingenieur*innen Verkehrsplanung haben ihre jeweiligen Vorschläge für die zukünftige Gestaltung der Innenstadt vom ehemaligen Hertie-Grundstück bis zum Gallberg, einschließlich des Schwarzen Weges und des ZOB eingereicht.

Am 17. März 2021 tagte die Jury, die sich aus fünf Fachpreisrichter*innen (mit fachlicher Qualifikation) und vier Sachpreisrichtern (mit örtlicher Kenntnis) zusammensetzte unter dem Vorsitz von Prof. Rainer Sachse aus Düsseldorf. Die Preisgerichtssitzung fand aufgrund der anhaltenden Einschränkungen durch die Covid-19-Pandemie als Videokonferenz statt. Die eingereichten Arbeiten wurden der Jury durch das betreuende Büro Architektur + Stadtplanung vorgestellt und erläutert. In der Sitzung wurden die sehr unterschiedlichen Entwürfe ausführlich diskutiert.

Die Arbeit des Teams capatti staubach urbane Landschaften aus Berlin zusammen mit der iplan nord GmbH, Neustadt-Glewe konnte die Jury am Ende überzeugen. Gelobt wurde insbesondere die Gestaltung der Plätze, die durch eine einheitliche Gestaltung in einer attraktiven Raumfolge in Beziehung gesetzt werden. Der Stadtweg wird dabei als Rückgrat herausgearbeitet. Besonders hob die Jury die Gestaltung des Bodenbelags hervor: die Planer*innen schlagen Naturstein in unterschiedlichen Formaten vor und arbeiten ein verbindendes Liniensystem aus Plattenbändern und Schnurkanten ein.