Erste Akteurskonferenz Wasserstoffwirtschaft in Schleswig Flensburg

(v.l.n.r.): Der zuständige Fachbereichsleiter Thorsten Roos, Stefan Rehm (Hypion GmbH), Michael Ebert (HanseWerk AG) und der Regionalmanager für Energiewende und Umweltinnovation Carsten Delfs vor dem Bildungshaus in Eggebek.

Für den nachhaltigen Erfolg von Energiewende und Klimaschutz braucht es Alternativen zu fossilen Energieträgern. Der vielfältig einsetzbare Wasserstoff wird dabei eine Schlüsselrolle einnehmen. Der Kreistag in Schleswig‑Flensburg hat daher im September letzten Jahres beschlossen, als Grundlage für weitere Entwicklungsschritte eine eigene Strategie zum Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft auf Basis erneuerbarer Energien zu erstellen. Unter anderem mit dieser Aufgabe ist seit Januar 2021 der neue Regionalmanager für Energiewende und Umweltinnovation, Carsten Delfs, betraut.

Am vergangenen Donnerstag, 17. Juni, führte der Kreis nun gemeinsam mit der WiREG die erste Akteurskonferenz Wasserstoffwirtschaft im Bildungshaus Treenelandschaft in Eggebek durch. Mit rund 40 Teilnehmer*innen aus der Region war die Veranstaltung, die aufgrund der neuen Corona-Regelungen in Präsenz stattfinden konnte, sehr gut besucht.

Ziel der Konferenz war es, mögliche Akteure einer zukünftigen Wasserstoffwirtschaft auf den Feldern der Erzeugung, des Transports und der Abnahme zusammenzuführen und mit dem Aufbau eines starken Netzwerks zu beginnen.

Unterstützt von Moderatorin Jessica Schlage (NDR) führte Carsten Delfs durch den Nachmittag. Mit Dr. Stefan Rehm von der Hypion GmbH und Michael Ebert von der HanseWerk AG, die ihre jeweiligen Wasserstoffprojekte vorstellten, komplettierten zwei weitere Sprecher das Podium. Einig waren sich die beiden Referenten darüber, dass es nicht darum ginge, eine nachhaltige Lösung gegen die andere auszuspielen. Man müsse das ganze Bild betrachten.

Die Teilnehmer*innen diskutierten anschließend zum Teil kontrovers über Energiekonzerne, regionale Unternehmen und Wasserstoff-Projekte; in einem waren sich aber alle einig: Der beste Zeitpunkt, etwas zu unternehmen, ist jetzt.

Zum Abschluss wurden erste Handlungsfelder für den erfolgreichen Aufbau einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft in der Region identifiziert und eine zweite Wasserstoff-Konferenz für Ende des Jahres beschlossen.

„Wir müssen darauf achten, die Menschen in der Region mitzunehmen. Wertschätzung und Innovation müssen vor Ort spürbar sein.“, betonte Delfs.