Gemeinsam für den Flensborg Fjord!

Gemeinsam für den Flensborg Fjord!

12. August 2021 Aus Von Andreas Franke

Den Appell von SSW und SP zur Intensivierung der dänisch-deutschen Zusammenarbeit unterstützen die Kreisverbände der GRÜNEN von Flensburg und Schleswig-Flensburg vollumfänglich. Zusätzlich regen die GRÜNEN jedoch an, auch die ökologische Sanierung der Flensburger Förde in den Fokus der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu nehmen.

„Die Förde macht etwa ein Drittel der deutsch-dänischen Grenze aus, sie ist also ein großes gemeinsames Anliegen. Ihre Wasserqualität muss von beiden Seiten verbessert werden, und zwar gemeinschaftlich!“ betont Rainer Borcherding, Sprecher des Kreisverbandes Schleswig-Flensburg.

Marlene Langholz-Kaiser, Ostseeschutz-Expertin der GRÜNEN Flensburg erläutert: „Für die Förde brauchen wir eine direkte Zusammenarbeit hier an beiden Ufern auf dem kurzen Dienstweg. Wir müssen gemeinsam nach Fördergeldern suchen, um zeitnah auch tatsächlich zu einer Verbesserung der Wasserqualität zu kommen und wir brauchen eine Anbindung an vorhandene Strukturen vor Ort.“

Formal wären Umweltschutzanliegen zwischen Sønderborg und Glücksburg immer auf dem diplomatischen Weg über Kiel, Berlin und Kopenhagen zu verhandeln, was lange Verzögerungen erwarten ließe. Stattdessen regen die GRÜNEN an, dass die Region Sønderjylland-Schleswig hier vor Ort Akteure von beiderseits der Grenze zusammen bringt, um Handlungsfelder zur Sanierung der Förde abzustecken und gemeinsam anzugehen.

Dazu Borcherding: „Zum Schutz der Schlei ist der Naturpark Schlei aktiv geworden und betreibt sehr erfolgreich ein Projektbüro. Für unsere Förde kann die Grenzlage ein großer Vorteil sein, wenn es um europäische Fördertöpfe geht. Die Förde trennt uns nicht, sie verbindet uns, und wir wollen sie gemeinsam reinigen und wiederbeleben!“