Sommerreise von Innenministerin Sütterlin-Waack in Schleswig

Sommerreise von Innenministerin Sütterlin-Waack in Schleswig

1. September 2021 Aus Von Andreas Franke
Im Sanierungsgebiet Holmer Noor, am Regattaplatz. Von links: Herr Dose (Bürgermeister der Stadt Schleswig), Frau Dr. Sütterlin-Waack (Ministerin für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein), Frau Sandmeier (Fachdienstleitung Stadtentwicklung). Foto: durch J. Dittmer, Stadt Schleswig

SCHLESWIG. Gestern, 31. August 2021, hat die Ministerin für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein, Frau Dr. Sütterlin-Waack, die Stadt Schleswig besucht. Im Rahmen ihrer Sommerreise informierte sie sich über Projekte der Städtebau- bzw. Wohnungsbauförderung zum Thema „Bauen und Wohnen zwischen den Meeren“, die von ihrem Ministerium unterstützt werden.

Die Innenministerin Frau Dr. Sütterlin-Waack wurde zunächst um 16:30 Uhr von Bürgermeister Herr Dose in Empfang genommen.

Anschließend gab Frau Sandmeier, Fachdienstleitung Stadtentwicklung, einen Impulsvortrag über die Sanierungsgebiete in Schleswig, in dem sie zusammenfasste, welche Maßnahmen bereits in der Vergangenheit vollzogen werden konnten und welche Maßnahmen zukünftig noch anstehen. Es gibt drei aktuelle Sanierungsgebiete in Schleswig: Holmer Noor, Innenstadt und St. Jürgen.

Zunächst wurde die Entwicklung des Sanierungsgebiets Holmer Noor dargestellt. Das Gebiet umfasst den Bereich des ehemaligen Kasernengeländes. Im Jahr 2000 fiel die Entscheidung, den Standort zu schließen. Die Aufgabe der militärischen Nutzung im Jahr 2004 war quasi der Startschuss für die Umnutzung des Gebiets. Es gab zunächst einen städtebaulichen Vertrag zwischen der Stadt und dem Bund bzw. später dann dem Projektentwickler Team Vivendi. Im Jahr 2005 erfolgte dann die Festsetzung zum Sanierungsgebiet. Die ersten Schritte in diesem Gebiet waren der Abbruch der bestehenden Anlagen sowie die Errichtung der A. P. Møller-Skolen. Mit öffentlichen Mitteln konnte aus öffentlicher Sicht viel im südlichen Bereich passieren. Dort waren die ersten Maßnahmen die Herstellung der Straßen, der Erschließungsanlagen und des Regattaplatzes. Der Regattaplatz hat mittlerweile eine richtig tolle Aufenthaltsqualität erhalten und wird entsprechend stark frequentiert. Der Bereich der öffentlichen Grünflächen umfasst den Schlei-Ufer-Bereich sowie den sogenannten Dreiecksplatz. Der Schlei-Ufer-Bereich ist eine gut nutzbare und attraktiv gewordene Fläche, die sowohl von Einheimischen als auch Touristen stark frequentiert wird. Bei dem Dreiecksplatz handelt es sich um einen Spielbereich, der aufgrund von toller Beteiligung von Kindern und Jugendlichen entstehen konnte. Zudem konnten zwei Bestandsimmobilien im Sanierungsgebiet Holmer Noor erhalten bleiben: zum einen das ehemalige Casino, in dem sich jetzt das Hotel Strandleben befindet, und zum anderen das ehemalige Fliegergebäude, das umgebaut und umgenutzt werden konnte. Das Fördergebiet Holmer Noor ist nahezu abgeschlossen. Es gibt noch einige wenige Privatgrundstücke, die in der Entwicklung sind. Zudem stehen noch die letzten Maßnahmen an, die von der öffentlichen Hand umgesetzt werden, wie z. B. die Verkehrsentwicklung oder Parkplatzflächen.

Für das zweite Sanierungsgebiet Innenstadt starteten im Jahr 2013 die vorbereitenden Maßnahmen und bereits 2015 erfolgte die Ausweisung zum Sanierungsgebiet. Von 2016 bis 2017 wurde der städtebauliche Rahmenplan erarbeitet, welcher die Voraussetzung für eine städtebauliche Förderung ist. In diesem Gebiet gibt es zwei Bereiche, die viel Entwicklungspotenzial haben: das Hertie-Grundstück und der Bereich des Parkhausquartiers. Das Hertie-Gelände wird zunächst privat vermarktet ehe eine private Entwicklung stattfinden soll. Im Bereich des Parkhausquartiers ist weiterhin eine öffentliche Nutzung vorgesehen. Ein Neubau des Parkhauses soll entstehen und daran anschließend ein sogenanntes Bürgerforum. Der erste sichtbare Schritt war der Abbruch des Hertie-Gebäudes. Anschließend konnte die Fläche u. a. durch Begrünung, Palettenmöbel sowie kulturelle Impulse so aufgewertet werden, dass sie für die Öffentlichkeit nutzbar ist. Bauzaunbanner sowie ein Infocontainer auf der Hertie-Fläche bieten die Möglichkeit, sich über die aktuelle Entwicklung der Innenstadtsanierung zu informieren. Auch rund um die abgesperrten Flächen im Parkhaus ist diese Möglichkeit gegeben.

Sanierungsgebiet Innenstadt, vor dem Infocontainer auf dem Hertie-Grundstück. Von links: Frau Dr. Sütterlin-Waack (Ministerin für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein), Herr Dose (Bürgermeister der Stadt Schleswig). Foto: J. Dittmer, Stadt Schleswig

Themen, die die Stadt Schleswig aktuell bzw. auch im nächsten Jahr beschäftigen, sind u. a. die Vermarktung der Hertie-Fläche, die Einrichtung eines Sanierungsbeirates sowie eines Verfügungsfonds, die Altlastenuntersuchung im Bereich des Parkhausquartiers, der Abbruch der Feuerwehrwache, aber auch der Realisierungswettbewerb Bürgerforum. Zudem sollen Infostelen an vier verschiedenen Standorten in der Innenstadt aufgestellt werden, mit denen verschiedene Zielgruppen, u. a. auch Kinder und Jugendliche, angesprochen werden sollen. Zudem soll die Planung der Verkehrs- und Freiräume vollzogen werden, die mit einer Bürgerbeteiligung einher geht.

Für das dritte Sanierungsgebiet St. Jürgen als „Soziale Stadt“ wurden im letzten Jahr vorbereitende Untersuchungen gestartet, die in diesem Jahr fortgeführt und im nächsten Jahr abgeschlossen werden sollen. Anschließend sind erste Themen ein Mobilitätskonzept sowie ein Verkehrsmanagement. Das Sanierungsgebiet St. Jürgen ist ein ganz großes und wichtiges Gebiet, welches noch ganz am Anfang steht.

Anschließend an den Impulsvortrag wurde ein Rundgang mit drei Stationen vom Fachdienst Stadtplanung organisiert. Die Stationen lagen in den zwei Sanierungsgebieten Holmer Noor sowie Innenstadt, die im Rahmen der Städtebauförderung entwickelt werden.

Innenministerin Frau Dr. Sütterlin-Waack betont: „Schleswig ist ja praktisch von der ersten Stunde der Städtebauförderung im Jahr 1971 mit unterschiedlichsten Projekten dabei gewesen. Es ist beeindruckend was hier in den vergangenen Jahrzehnten mit den Mitteln der Städtebauförderung umgesetzt worden ist. Hier gibt es so viele schon abgeschlossene Vorhaben, die das Leben der Menschen in Schleswig positiv beeinflusst haben. Die Stadt ist ein gutes Beispiel dafür, wie sinnvoll die Inanspruchnahme der Städtebauförderung für die Bürgerinnen und Bürger sein kann.“ Sie freut sich darüber, dass der Abschluss ihrer Sommerreise in ihrer Heimatstadt Schleswig ist.