Ich beschäftige 60 Sklaven, und du?

Ich beschäftige 60 Sklaven, und du?

15. September 2021 Aus Von Dorothee Tams

Mit dieser Aussage wollte der Ortsverband Schleswig von Bündnis 90/Die Grünen auf die menschenunwürdigen Bedingungen in vielen Produktionsbereichen bei uns und im globalen Süden hinweisen.

Wir alle müssen essen, kaufen Kleidung, fahren Autos, Fahrräder, sehen fern oder haben Smartphones. Insofern sind wir alle durch unseren Konsum am unfairen Handel beteiligt.

Unter slavery footprint kann jeder herausfinden, wieviel „Sklaven“ er bei seiner persönlichen Lebensweise beschäftigt.

Die Faire Woche 2021 findet vom 10. bis 24. September zum Thema „Menschenwürdige Arbeitsbedingungen“ unter dem Motto „Zukunft fair gestalten – #fairhandeln für Menschenrechte weltweit“ statt.

Dazu hatte der OV Schleswig einen Infostand aufgebaut und exemplarisch  die menschenunwürdigen Bedingungen u.a. bei der Herstellung von Smartphones aufgezeigt.

Wie kann jeder einzelne fair einkaufen? 

Fair gehandelter Kaffee,Tee und faire Schokolade gibt es in fast jedem Supermarkt. Auch faire Kleidung kommt immer mehr auf dem Markt. Natürlich hat das seinen Preis. 

Es geht aber nicht nur um Produkte aus dem globalen Süden, auch bei uns in Deutschland sind Menschen prekär beschäftigt, z.B. in den Paketdiensten, Schlachtereien bei der Ernte von Obst und Gemüse.

Hier ist die Politik gefordert, solche Beschäftigungsverhältnisse zu unterbinden.

Die Grünen fordern u.a., das Lieferkettengesetz vom Juni2021 nachzubessern.

Dabei sollten wesentlich mehr Unternehmen einbezogen werden.

Die Produzenten im globalen Süden müssten auch die Möglichkeit erhalten, ihre Interessen zivilrechtlich durchzusetzen.

Ökologische Einflüsse müssten berücksichtigt werden.