Auftaktveranstaltung „Fairtrade-Town Schleswig“

Auftaktveranstaltung „Fairtrade-Town Schleswig“

8. Oktober 2021 0 Von Andreas Franke

SCHLESWIG. Die Kampagne Fairtrade-Town ist eine Aktion, um weiter auf das Thema Fairtrade aufmerksam zu machen, die Bevölkerung zu informieren und Bewusstsein zu schaffen. Fairtrade-Towns fördern den fairen Handel auf kommunaler Ebene und sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich gemeinsam lokal für den fairen Handel stark machen. Das Engagement der vielen Menschen zeigt, dass eine Veränderung möglich ist, und dass jede und jeder etwas bewirken kann.

Am 05. Oktober 2021, fand die Auftaktveranstaltung „Fairtrade-Town Schleswig“ im Ständesaal des Schleswiger Rathauses statt.

Um Fairtrade-Town werden zu können, müssen fünf Kriterien erfüllt werden:

Zunächst muss ein Ratsbeschluss vorliegen. Auf der Grundlage eines Antrags der Jugendkonferenz hat die Schleswiger Ratsversammlung bereits am 24. Juni 2020 den Beschluss gefasst, dass die Stadt Schleswig an der Kampagne „Fairtrade-Towns“ teilnehmen und die dafür erforderlichen Anträge stellen wird. Weiter wurde beschlossen, dass die Verwaltung künftig bei allen Sitzungen der Ausschüsse und des Rates sowie im Bürgermeisterbüro Fairtrade-Kaffee ausschenkt und ein weiteres Produkt aus dem fairen Handel verwendet. Daraufhin wurden neben dem Fairtrade-Kaffee auch Fairtrade-Tee ausgeschenkt. Zudem wird auf Plastik- bzw. Einwegverpackungen bei der Kaffeesahne und einzeln verpackte Süßigkeiten verzichtet. Am 02. November 2020 konnte somit auch die Umsetzung dieser Maßnahmen bestätigt werden.

Das zweite Kriterium ist die Bildung einer Steuerungsgruppe. Diese hat zur Aufgabe, die Kriterien auf dem Weg zur Fairtrade-Town zu erfüllen, Schwerpunktthemen für den fairen Handel vor Ort zu setzen, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu koordinieren und zu organisieren sowie den Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten zu gewährleisten. Die Steuerungsgruppe besteht aus mindestens drei Vertreter*innen der Politik, der Wirtschaft, der Zivilgesellschaft sowie Vereinen oder kirchlichen Einrichtungen.

Das dritte Kriterium „Fairtrade-Produkte im Sortiment“ beinhaltet, dass mindestens zwei Produkte aus fairem Handel in den lokalen Einzelhandelsgeschäften und bei Floristen sowie in Cafés und Restaurants angeboten werden. Der Richtwert ist hierbei die Einwohnerzahl. In Schleswig müssten somit sechs Geschäfte sowie drei Gastronomiebetriebe Fairtrade-Produkte anbieten.

Um das vierte Kriterium „Zivilgesellschaft“ zu erfüllen, müssen öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Vereine und Kirchen-/Glaubensgemeinden Informations- und Bildungsaktivitäten zu fairem Handel umsetzen und zudem Produkte aus fairem Handel anbieten. Auch dieses Kriterium richtet sich nach der Einwohnerzahl und beträgt für Schleswig folglich eine Schule, ein Verein und eine Kirchen-/Glaubensgemeinschaft. Dabei ist anzumerken, dass die Domschule bereits Fairtrade-Schule ist.