Atomkraft? Nein Danke!

Atomkraft? Nein Danke!

7. November 2021 0 Von Andreas Franke

Beschlüsse zum Bau neuer kleiner AKWs in Frankreich und Osteuropa löst Empörung und Protest aus.

(v.l.n.r.) Arne Petersenn, Fritz Laß, Wolfgang Klockow und Elke Petersenn sagen: NEIN!. Foto: Andreas Franke

Der Supergau von Tschernobyl am 26.04.1986 zeigte, dass die Technologie der Atomkraftwerke nicht wirklich beherrschbar ist. Technische Fehler und nicht zuletzt menschliches Versagen können nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden und haben im Ernstfall katastrophale Auswirkungen auf die Umwelt, was auch die Katastrophe in Fukushima am 11.03.2011 in aller Deutlichkeit gezeigt hat. Die dabei freigesetzten Mengen von Radioaktivität sind riesig und das Problem einer sicheren Entsorgung ist bis heute ungelöst, was auch für die Endlagerung des im regulären Betrieb entstehenden radioaktiven Abfall geht, der für zehntausende von Jahren nichts Wesentliches an seiner Gefährlichkeit verliert.

Der Supergau von Tschernobyl am 26.04.1986 zeigte, dass diese Technologie nicht beherrschbar ist. Menschliches Versagen und technische Fehler können nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden.

In Schleswig gründete Ingeborg Tüxen bald darauf die „Initiative besorgter Bürger gegen Atomkraft“, die in den folgenden Jahren und Jahrzehnten sich dafür einsetzte, mit Demonstrationen, Vortragsveranstaltungen, Informationsständen über die Gefahren der Radioaktivität der AKWs aufzuklären. Völlig ungeklärt ist, bis heute, eine sichere Zwischen- und Endlagerung des für hunderttausende von Jahren strahlenden Atommülls.

Der Supergau von Fukushima am 11.03.2011 zeigte, dass auch Naturkatastrophen wie Erd- oder Seebeben zur Zerstörung von AKWs und zur Freisetzung riesiger Mengen von Radioaktivität führen können.

Diese Erkenntnis führte dazu, dass die Bundesregierung im Mai 2011 das Ende der Atomenergie in Deutschland beschloss. Man erinnere sich, zuvor hatte diese Regierung den zuvor durch die rot/grüne Vorgängerregierung beschlossenen Atomausstieg rückgängig gemacht. Die Folge waren erfolgreiche, millionenschweren Schadensersatzklagen der AKW-Betreiber, zu Lasten der Allgemeinheit und aller Steuerzahler.

Umso unverständlicher ist nun, dass in den oben genannten Ländern beabsichtigt wird, eine neue Generation von kleinen, angeblich sicheren Atomkraftwerken zu bauen und in Betrieb zu nehmen.

Dazu sagen Elke und Arne Petersenn, Fritz Laß und Wolfgang Klockow grundsätzlich und mit aller Kraft: NEIN! Allesamt streiten seit Jahrzehnten in den verschiedensten Organisationen (BUND, IGU (Interessen Gemeinschaft Umweltschutz) und IBB (Initiative besorgter Bürger)) für den Ausstieg aus der Atomtechnologie und sind sichtlich entsetzt angesichts dieser aktuellen Nachrichten. Sie fordern stattdessen seit Jahren einen schnelleren und konsequenten Ausbau der Wind- und Sonnenenergie.

Weiter kritisiert man, dass in der EU versucht wird die Atomkraft als klimaneutrale Technologie und damit als grüne Energie darzustellen und man möchte nicht das sich die Atomkraft befürwortenden Länder durchsetzen, insbesondere Frankreich sei hier im Besonderen zu erwähnen. Arne Petersen findet es besonders zynisch, dass sich die Stimmen, die die Atomkraft zurzeit so befürworten, sich dabei gerade so auf die CO²-Freiheit der Technologie berufen und sie als Lösung für die Klimakatastrophe verkaufen wollen. Dabei sind die Probleme, die die Atomkraft mitbringt, bis zum heutigen Tage ungelöst. Gerade auch was die Endlagerung betrifft, die zum Beispiel im Angesicht durchrostender Atommüllfässer im Endlager Asse nur ein großes Fragezeichen hinterlässt. Im Gegensatz dazu haben mir mit Sonne und Wind zwei wunderbare Energiequellen an der Hand, die uns die Natur zur Verfügung stellt und dies unbegrenzt, sicher und unschädlich, sagt Arne Petersenn. Wenn man die Milliarden, die in die Atomkraft gesteckt wurden und auch in Zukunft weiter dort investiert werden müssten, konsequent auf die Erneuerbaren Energien umleiten würde, könnte dies eine beruhigende Zukunftsvision sein, sagt Herr Petersenn weiter.

Wir hoffen, dass die nächste Bundesregierung eben in diese Richtung geht, bemerkt Fritz Laß abschließend und er würde sich freuen, wenn er seine altgediente „ATOMKRAFT? NEIN DANKE!“-Fahne nun ein letztes Mal herausholen musste.