Schule fertig – und dann? „Speed Working“ anstatt „Speed Dating“

Schule fertig – und dann? „Speed Working“ anstatt „Speed Dating“

13. Dezember 2021 Aus Von Andreas Franke
Foto: Stadt Schleswig

SCHLESWIG. Gleich die erste Veranstaltung war ein voller Erfolg, wer kann das schon von sich behaupten. Am vergangenen Freitag hatte das Jugendzentrum Schleswig zusammen mit der Jugendsozialarbeit des Kreises Schleswig-Flensburg junge Menschen zu einer Veranstaltung eingeladen, um diese mehr für handwerkliche Berufe zu begeistern – „Speed Working“.

Am 10.12.2021 hatten insgesamt 40 Jugendliche unter dem Motto „7 Berufe in 10 Minuten“ unter Corona-Bedingungen die Möglichkeit, mehr über sieben verschiedene Berufe zu erfahren. Ob nun beim Anlagenmechaniker, Friseur oder IT-Fachinformatiker, überall wurden Fragen gestellt, um mehr über den Beruf zu erfahren. Bei jedem Berufsinhaber hatten die Gruppen dann jeweils ca. zehn Minuten Zeit, alles über den jeweiligen Beruf zu erfahren. Und die Fragen waren durchaus vielfältig: es fing bei den Zugangsvoraussetzungen an, ging über die Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten hin zum Arbeitsschutz. Abschließend hatten alle bei einem kalten Getränk und einem warmen Stück Pizza nochmal die Gelegenheit, sich intensiver auszutauschen.

Alle Beteiligten waren dabei von der Aktion begeistert. „Die Jugendlichen stellten tolle Fragen und waren sehr interessiert! Es waren einige dabei, die unseren Beruf gar nicht auf der Reihe hatten.“, so Oliver Sörensen, der den Beruf der Gebäudereiniger vorstellte. Und auch Heiko Poggensee freute sich, dass er den Jugendlichen erklären konnte, was sich hinter der sperrigen Bezeichnung „Anlagenmechaniker“ versteckt.

„Das wird auf jeden Fall nicht die letzte Aktion dieser Art gewesen sein.“ Da ist sich Torsten Köster von der Jugendberufsagentur des Kreises Schleswig-Flensburg sicher. Seine Kollegin Sandra Martensen, Leiterin des Jugendzentrums, stimmt dem voll zu. „Wir können den teilnehmenden Handwerkern gar nicht genug danken, dass sie uns mit so viel Begeisterung für ihren jeweiligen Beruf unterstützt haben. Ohne sie wäre so ein Format überhaupt nicht denkbar gewesen.“