Interessenbekundung am Förderprogramm Innenstadt

Interessenbekundung am Förderprogramm Innenstadt

16. Dezember 2021 Aus Von Andreas Franke
Rathaus Schleswig. Foto: Andreas Franke

SCHLESWIG. Die Stadt Schleswig hat mit dem Projektthema „Wiederbelebung der Schleswiger Zentren durch Impulse zur Schaffung von erlebnisorientierter Aufenthaltsqualität“ ihr Interesse gegenüber des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung bekundet.

Mit Hilfe der Fördermittel strebt die Stadt Schleswig es an, ein Maßnahmenkonzept umzusetzen, welches sich aus vier Bausteinen zusammensetzt. Die Aufteilung der Maßnahmen in die einzelnen Bausteine ist erforderlich, da Schleswig in unterschiedlichen Bereichen Defizite aufweist. Somit müssen an mehreren Standorten Impulse gesetzt werden.

Das Maßnahmenkonzept setzt sich aus den folgenden Bausteinen zusammen:

  1. Spielgeräteparkour durch die Innenstadt

    Spielgeräte sollen einzeln entlang einer Route aufgestellt werden, um die Fußgängerzone zu stärken. Das Ziel dahinter ist, dass für Kinder und Familien nichtkommerzielle Aufenthaltsräume entstehen, die sie dazu anhalten, sich gerne in der Innenstadt zu bewegen. Die Aufstellung der Geräte ist als Parkour und nicht als Spielplatz geplant, damit die Kinder sich von Station zu Station entlang des Stadtwegs bewegen können. Den Eltern ist es somit möglich, entspannt durch die Innenstadt zu bummeln bzw. ihre Einkäufe angenehmer zu erledigen.
  • Leerstandsanmietung für neue Ladenkonzepte

    Mit der Anmietung und Betreuung von zwei nicht vermieteten Ladenflächen in der Fußgängerzone soll ein Mix an unterschiedlichen Nutzungsangeboten getestet werden. Zum einen soll ein Café eigerichtet werden, welches vom Personal des dritten Arbeitsmarktes betreut wird. Das Café soll mit WLAN, zwei Büroflächen und einem Konferenzraum für Co-Working-Möglichkeiten sorgen. Der andere Leerstand soll durch einen vom städtischen Kulturbüro verantworteten Kulturladen bespielt werden. Hier sollen teilweise kostenlose Formate angeboten werden. Ziel ist die Unterstützung der Kunstschaffenden sowie die Schaffung eines Zugangs zur Kunst für alle Milieus.
  • Machbarkeitsstudie „Künstler*innenhaus Nordic“

    Ein neuer Typus eines Künstler*innenhauses mit deutsch-dänischer Ausrichtung soll in dem städtischen und denkmalgeschützten Intendatengebäude, Lollfuß 53, entstehen. Das Kunsthaus wird als bedeutender Frequenzbringer und Ankerstandort eingeschätzt.
  • Quartiersmanagement Friedrichsberg/Schleswig Süd

    Als nachhaltige Aufwertung des Quartiers wird die Einrichtung eines Quartiersmanagements erachtet. Dieses soll sich um die Vernetzung der Akteurinnen und Akteure, aber vor allem auch der nicht organisierten Bewohner*innen kümmern. Zudem dient es als Multiplikator und als „Sprachrohr“. Ziel ist es, ein nachhaltiges Netzwerk aufzubauen und die Lebensqualität des Quartiers von innen heraus zu stärken.

Die Konzepte sind bereits erstellt. Aktuell liegen die Antragsunterlagen der Stadt Schleswig noch nicht vor. Sobald diese vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung übermittelt wurden, kann die Stadt den Antrag stellen. Der Stadt ist nicht bekannt, in welchem Zeitrahmen die Antragsüberprüfung, die eventuelle Bewilligung sowie die Mittelausschüttung durchgeführt wird. Die Stadt muss sich nach dem Zeitfenster des Bundesinstituts richten. Allerdings ist die Stadtverwaltung bereits dahingehend vorbereitet, dass sie nach Erhalt der Fördergelder zeitnah agieren und mit der Umsetzung begonnen werden kann. Ein früherer Beginn ist aufgrund der Förderrichtlinie nicht zulässig.

Der Eigenanteil der Stadt Schleswig über die gesamte Dauer des Förderzeitraums (2021 – 2023) beträgt 199.625,00 Euro.