Der Mann aus dem Eis – Aspekte der Konservierung

Der Mann aus dem Eis – Aspekte der Konservierung

25. Januar 2022 Aus Von Andreas Franke

Digitale Archäologie-Wintervorträge – Rechtsmediziner spricht über Ötzi am Dienstag, 1. Februar, 19 Uhr

Foto: Prof. Dr. med. Oliver Peschel bei einer Untersuchung

Mit einem Vortrag des Rechtsmediziners Prof. Dr. med. Oliver Peschel aus München geht die digitale Wintervortragsreihe des Museums für Archäologie am Dienstag, 1. Februar, um 19 Uhr weiter. Thema: Der Mann aus dem Eis – Aspekte der Konservierung.

Im September 1991, also vor etwa 30 Jahren, wurde am Tisenjoch oberhalb des Schnalstales in Südtirol der Körper eines toten Mannes gefunden, den man zunächst für einen verunglückten Bergsteiger oder Soldaten gehalten hat. Rasch wurde jedoch klar, dass es sich dabei um einen der bedeutendsten archäologischen Funde überhaupt gehandelt hat. Der Mann aus dem Eis, Ötzi, lebte vor rund 5300 Jahren und kam offensichtlich durch eine Pfeilschutzverletzung in der linken Schulter ums Leben.

Die Feuchtmumie mit einem für diese Liegezeit außergewöhnlich gut erhaltenem Weichgewebe gehört sicherlich zu den am besten und intensivsten untersuchten Mumien weltweit; die Untersuchungen haben viele Details zur Lebensgeschichte, zu Krankheiten und zum Tod des Mannes aus dem Eis sichtbar gemacht, auch wenn viele Rätsel noch ungelöst sind. Gerade deshalb – und weil sich auch für die Zukunft noch weitere bemerkenswerte Untersuchungsergebnisse erwarten lassen – gehört die Konservierung des Mannes aus dem Eis zu den besonders wichtigen Aufgaben, die im Archäologiemuseum des Landes Südtirol in Bozen wahrgenommen werden.

Der Münchner Gerichtsmediziner Prof. Dr. Oliver Peschel, Leiter des Konservierungsteams am Archäologiemuseum in Bozen, berichtet über Leben, Sterben und Konservierung des Mannes aus dem Eis.

Der Vortrag findet im Rahmen der Wintervortragsreihe des Museums für Archäologie Schloss Gottorf statt. Die Reihe steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Konserviert für die Ewigkeit? Die Herausforderung nach der Sensation“ und findet mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins Archäologie Schloss Gottorf e.V. im Rahmen des Johanna-Mestorf-Kollegs statt. Dadurch kann die Teilnahme kostenlos angeboten werden.

Die Veranstaltung findet ausschließlich digital statt und wird über das Videokonferenzsystem „Zoom“ übertragen. Nach der Anmeldung sendet das Museum den Link für den Zugang zur Videoübertragung zu. Anmeldung erforderlich unter telefonisch 04621 813-222 oder per E-Mail service@landesmuseen.sh.