Wiking-Eck in Schleswig: Alternatives Sanierungskonzept verdient eine Chance

Wiking-Eck in Schleswig: Alternatives Sanierungskonzept verdient eine Chance

25. Januar 2022 Aus Von Administrator

In jüngsten Berichten wurde das alternative Sanierungskonzept für das Wiking Eck unseres Unternehmens Geobality erwähnt. Dazu wollen wir Stellung nehmen.

Bei allem Verständnis dafür, dass die Stadt Schleswig und der Kreis Schleswig-Flensburg das vor Jahrzehnten kontaminierte Areal an der Schlei endlich sanieren wollen: Wählen sie mit ihrer Entscheidung den richtigen Weg? Eine Sanierung ausschließlich durch Bodenaustausch bringt nicht nur Anwohnern und Umwelt unfassbare Belastungen. Das in Auftrag gegebene Sanierungskonzept ignoriert auch den aktuellen Stand der Technik. Dass sich betroffene Eigentümer empören, ist nur verständlich.

Für uns ist es – wie für Betroffene – kaum nachvollziehbar, warum unser innovatives Angebot für ein kostenloses Pilotprojekt nicht interessiert. Es würde das geplante Sanierungskonzept nicht verzögern. Bereits Ende 2020 wurden wir von betroffenen Eigentümern gebeten, mit bewährten alternativen Sanierungsmethoden (auf der Grundlage internationaler Expertise) ein zeitgemäßes Konzept zur von der Stadt Schleswig geforderten Bodenaustauschmaßnahme zu entwickeln. Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner Sensatec aus Kiel haben wir uns dieser Aufgabe gestellt.

Im ersten Schritt unternahmen wir Laborversuche mit extrem belasteten Bodenproben. Sie führten zu den erwarteten positiven Ergebnissen. Sie sollten nun als Pilotprojekt im Feldversuch bestätigt werden. Bis heute gaben die Behörden dazu jedoch kein grünes Licht. Aufgrund des Zeitdrucks und dem Wunsch der Eigentümer entsprechend erarbeiteten wir ein erstes alternatives Sanierungskonzept. Es konnte nicht so detailliert sein wie das über Jahre entwickelte Sanierungskonzept der Stadt Schleswig. Wir wollten aber erreichen, dass unser Konzept einer in-situ-Technologie die Chance bekommt, in einem selbstfinanzierten Feldversuch binnen weniger Monate den Beweis seiner Machbarkeit zu führen. Aufgrund des Zeitdrucks adaptierten wir zur Sanierung der Wasserseite zunächst nur das bestehende Konzept. Doch auch dazu verfügen wir über Ansätze für alternative, umweltfreundliche und kostengünstige Sanierungsmöglichkeiten: Wir würden sie gerne allen Beteiligten präsentieren.

Selbst wenn unser Pilotprojekt nicht zu perfekten Ergebnissen führen sollte, ließe sich eine verträglichere Lösung immer noch in einem gemischten Verfahren erzielen – anstelle des ausschließlich geplanten massiven Bodenaushubs. Es würde Umwelt, Mensch und Geldbeutel schonen. Vor allem könnten wir so auch extrem belastete Uferareale in die Sanierungsmaßnahmen einbeziehen. Im bestehenden Sanierungsplan werden sie bislang ausgeklammert: wegen des damit verbundenen „unverhältnismäßig großen technischen Aufwands“.

Nach wie vor sind wir gerne bereit, Entscheidern und beteiligten Fachgremien unser Konzept zu präsentieren. Ebenso sind wir weiter bereit, unsere Laborergebnisse im Feldversuch zu bestätigen.

Kurt Karl Maass
Generalbevollmächtigter
Geobality Europe GmbH

Verantwortliche Quelle: Geobality Europe GmbH Kurt Karl Maass, Email: mm@geobality.bio