Die Stadt Schleswig ist dabei! – Host Town 2023

Die Stadt Schleswig ist dabei! – Host Town 2023

26. Januar 2022 Aus Von Andreas Franke

Zusammen inklusiv – die größte Inklusionsbewegung Deutschlands

Juliana Rößler, Athletenrat SO Berlin, freut sich auf das Host Town Program 2023. „Toll, dass wir unsere Stadt präsentieren können“, sagt die Berlinerin. (Quelle: LOC Special Olympics World Games Berlin 2023 / Camera 4 – Tilo Wiedensohler)

SCHLESWIG. Die Stadt Schleswig wird Host Town der Special Olympics World Games Berlin 2023. Als Teil der größten kommunalen Inklusionsbewegung Deutschlands freuen wir uns darauf, Gäste aus aller Welt bei uns begrüßen zu dürfen. Die Stadt Schleswig hat gemeinsam mit den Schleswiger Werkstätten das Projekt initiiert. Bürgermeister Stephan Dose ist begeistert: „Die Special Olympics sind mit über 200 teilnehmenden Kommunen als Host Towns das größte kommunale Inklusionsprojekt in der Geschichte unseres Landes. Und Schleswig ist dabei. Wir setzen damit ein Zeichen für Inklusion, Vielfalt und Toleranz. Ich danke allen, die an der erfolgreichen Bewerbung mitgewirkt und diese unterstützt haben. Insbesondere freue ich mich über die Zusammenarbeit mit den Schleswiger Werkstätten.“ Auch Landrat Dr. Wolfgang Buschmann freut sich: „Wir sind sympathisch, emphatisch, weltoffen und sportlich und handeln inklusiv. Und weil Schleswig das kann, sind wir dabei. Glückwunsch an alle Ideengebenden und an alle Mitwirkenden, vor allem auch an alle Sportlerinnen und Sportler vor Ort.“

Der Auftakt ist gemacht, die Entscheidungen sind getroffen. 216 Host Towns, 216 kommunale Projekte werden eine offene, vielfältige Gesellschaft prägen. Das größte kommunale Inklusionsprojekt in der Geschichte der Bundesrepublik stiftet ein neues Miteinander und öffnet den Raum für Begegnungen weit über die Special Olympics World Games Berlin 2023 hinaus. Die Host Towns bereiten den Empfang für die internationalen Delegationen. Über vier Tage, vom 12. bis 15. Juni 2023, sind sie Gastgeber für die Athletinnen und Athleten und deren Angehörigen vor Beginn der Wettbewerbe in Berlin. Die Delegationen lernen Land und Leute kennen. Aus der Nähe erfahren sie die regionalen Besonderheiten und Einzigartigkeiten in allen Bundesländern. So werden die Kommunen – Städte, Landkreise und Gemeinden – das Bild Deutschlands in der Welt formen. Inklusion wird zur Inspiration – 216 Host Towns sind in Vielfältigkeit vereint.

Den Ausschlag zur Auswahl als Host Town haben vor allem die Konzepte für die inklusiven Projekte vor Ort gegeben. Die Kommunen überzeugten zudem mit Motivation und Ideen. Eine Rolle spielten ebenso praktische Gründe wie die Reisezeiten und -wege. Die Bewerbungen haben Gremien mit bis zu zwölf Mitgliedern aus den jeweiligen Landesverbänden, den Athletinnen und Athleten von Special Olympics und Mitarbeitende aus dem Organisationskomitee (LOC) gesichtet und bewertet. Auf Grundlage dieser Evaluierung haben das Präsidium von Special Olympics Deutschland und das LOC in enger Abstimmung mit dem Special Olympics-Länderrat die Entscheidungen getroffen.

Katja Reimer, Sportkoordinatorin der Schleswiger Werkstätten, ist überglücklich, „dass unser Video zu diesem großen Erfolg geführt hat. Dass wir uns im nächsten Jahr Olympisches Dorf nennen können, ist ein ganz großer Erfolg für uns alle.“ Auch die Sportlerinnen und Sportler sind begeistert: „Wir freuen uns über jede Sportlerin und jeden Sportler, der oder dem wir unseren Sport zeigen und mit der oder dem wir trainieren können.“ Auch Innenministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack hat bei dem Video mitgewirkt und freut sich sehr, dass Schleswig den Zuschlag zur Host Town 2023 erhalten hat.

Mit den Special Olympics World Games Berlin 2023, dem weltweit größten inklusiven Sportevent, wird Inklusion (be-)greifbarer. Menschen mit geistiger Behinderung werden sichtbar, Begegnungen einfacher, Austausch selbstverständlicher. Im Berliner Olympiastadion, auf dem Alexanderplatz – und dank des Programms auch bundesweit in den 216 Host Towns. Zusammen mit den Projekten von Special Olympics „Live“ und „Wir gehören dazu“ entsteht eine kraftvolle Inklusionsbewegung. Auch jene Kommunen, die keine Delegation empfangen werden können, sollen Teil des inklusiven Netzwerks bleiben. Mit dem Ziel, dass in enger Zusammenarbeit mit Special Olympics auch ihre inklusiven Projekte unterstützt und umgesetzt werden. Zusammen unschlagbar, zusammen inklusiv – in Vielfältigkeit vereint.