Corona-Ausbruch im CURA Seniorencentrum Tarp

Corona-Ausbruch im CURA Seniorencentrum Tarp

15. Februar 2022 Aus Von Andreas Franke

Schnelle Hilfe durch Bundeswehr-Soldaten

Heute Morgen, 6.45 Uhr, vor dem CURA Seniorencentrum in Tarp: (v.l.n.r.) Rainer Stiemcke, Leiter der Heimaufsicht des Kreises, Oberstleutnant Frank Collatz, Major Jörg Sebastian Kirschmer, Oberstabsfeldwebel Dietmar Eckhoff.

Nach einem Corona-Ausbruch im CURA Seniorencentrum in Tarp unterstützen seit heute insgesamt 18 Soldaten des Spezialpionierregiments 164 aus Husum bei der Versorgung der Bewohnerinnen. Eine in der letzten Woche veranlasste PCR-Großtestung von insgesamt 86 Bewohnerinnen und 87 Mitarbeiterinnen des CURA Seniorencentrums in Tarp hat ergeben, dass sich 65 Bewohnerinnen und 25 Mitarbeiterinnen mit dem Corona-Virus infiziert haben, sechs Bewohnerinnen sind mittlerweile an Covid-19 verstorben.

Der Ausfall an Personal konnte nicht wie geplant durch sogenannte „Tunnel-Quarantänen“ für die Mitarbeiterinnen, die so ihrer Arbeit weiterhin nachgehen können, sofern keine Symptome vorliegen, und aus anderen CURA Seniorencentren angeforderte Mitarbeiterinnen aufgefangen und kompensiert werden. Der Kreis hat daher gestern in Abstimmung mit dem Geschäftsführer der CURA Unternehmensgruppe, Mario Ruano-Wohlers, ein Amtshilfeersuchen bei der Bundeswehr gestellt, um die Versorgung der Bewohner*innen sicherstellen zu können. Beratend zur Seite stand dem Kreis dabei Oberstleutnant Frank Collatz, Verbindungsstabsoffizier für Zivil-Militärische-Zusammenarbeit. Die Zusage der Bundeswehr kam schnell und lag dem Kreis bereits am selben Tag vor.

„Bereits heute Morgen um 6.45 Uhr waren die ersten neun Soldaten vor Ort. Nach einer Einweisung helfen sie in der Morgenschicht und verteilen zum Beispiel Essen, reichen den Bewohner*innen Wasser oder helfen beim Kontakt halten mit den Angehörigen. Das ist derzeit aufgrund eines Betretungsverbotes nur per Telefon oder aber auch vom Balkon aus möglich. So kann man seine Angehörigen nicht nur hören, sondern auch sehen. Die Heimaufsicht ist weiterhin täglich vor Ort, um zu beraten, sich abzustimmen sowie die Versorgung durch den Träger zu prüfen und sicherzustellen“, führt Rainer Stiemcke, Leiter der Heimaufsicht aus.

„Die Aufgaben der Soldaten sind klar abgegrenzt zu pflegerischen Tätigkeiten. Jeweils neun Soldaten arbeiten in der Morgen- und Abendschicht. Sie unterstützen und helfen, wo sie können. Bis gestern waren sie noch im Gesundheitsamt in Hamburg bei der Kontaktnachverfolgung tätig“, berichtet Kompaniechef Major Jörg Sebastian Kirschmer.

Das Amtshilfeersuchen wurde zunächst bis zum 24.02.2022 bewilligt.