Frieden für die Ukraine!

Frieden für die Ukraine!

2. März 2022 Aus Von Andreas Franke

Mahnwache auf dem Capitolplatz

Vermutlich ist jeder Einzelne von uns geschockt ob der menschenverachtenden Kriegshandlungen der russischen Regierung in souveränen Ukraine. Der Angriffskrieg gegen einen friedlichen Nachbarn macht den russischen Präsidenten und seine verbrecherische Clique zu brutalen Kriegsverbrechern. Die tapferen Bürger der Ukraine stellen sich seit Tagen in einem blutigen Freiheitskampf dem überlegenen Angreifer entgegen und rufen die freie Welt verzweifelt um Hilfe. Deren Hände sind im Angesicht der Atommacht Russland militärisch weitestgehend gebunden, denn niemand will unseren Planeten in die endgültige Katastrophe führen und so bleibt nicht viel mehr als die harten wirtschaftlichen Sanktionen gegen den russischen Diktator Wladimir Putin und seiner Bande, zaghafte Waffenlieferungen und humanitäre Hilfe.

Die Solidarität mit der Ukraine ist auch in Schleswig groß, so auch die Gefühle, die uns alle zurzeit ereilen. Trauer, Wut, Hilflosigkeit, Angst sind ein paar davon die auch auf der von der schleswiger Amnesty International Gruppe organisierten Mahnwache förmlich greifbar waren. Aus Kerzen wurde auf dem Capitolplatz das Wort UKRAINE aufgestellt, danach ergriff Christian Radke das Wort und teilte seine Gedanken mit den mehr als 100 Schleswiger*innen die sich hier solidarisch zeigen wollten. Fritz Laß rief zu einer Schweigeminute für die Ukraine und für die sich in den Gefängnissen befindlichen russischen Bürger auf, die nur dasselbe taten was auch die hier Anwesenden taten, nämlich ihren Protest aufzuzeigen und gegen die Verbrechen zu demonstrieren. Es wurde still auf dem Capitolplatz. Becci Wasser rief zu Zusammenhalt und Unterstützung für die Ukraine auf und erzählt von ihren Freunden, die gerade mit Hilfsgütern auf den Weg zur Ukrainischen Grenze gemacht haben, über ihre Wut auf die Verantwortlichen und von ihrer Trauer um das erzeugte Leid in den ukrainischen Familien und zitierte den Text des Liedes „Imagine“ von John Lennon:

Imagine there’s no heaven
It’s easy if you try
No hell below us
Above us only sky

Imagine all the people
Living for today

Imagine there’s no countries
It isn’t hard to do
Nothing to kill or die for
And no religion too

Imagine all the people
Living life in peace

You may say I’m a dreamer
But I’m not the only one
I hope someday you’ll join us
And the world will be as one

Imagine no possessions
I wonder if you can
No need for greed or hunger
A brotherhood of man

Imagine all the people
Sharing all the world

You may say I’m a dreamer
But I’m not the only one
I hope someday you’ll join us
And the world will live as one

Text: John Lennon

Anschließend ergriff Fritz Laß noch einmal das Wort, um von seiner ukrainischen Nachbarin zu erzählen, die leider nicht kommen konnte, da sie ständig am Telefon hinge, weil ihre Familie zurzeit auf der Flucht ist. Ein Teil der Familie, ihre Schwester mit Kindern ist in Mecklenburg-Vorpommern angekommen, ihr alter Vater wird seine Heimat aber wohl nicht verlassen, die Familie wird vom Krieg auseinander gerissen. Ein Beispiel, dass sich in diesen schweren Tagen tausendfach abspielt. Wenn es schlecht für die Ukraine läuft, wird sich der Flüchtlingsstrom noch deutlich verstärken und Fritz Laß, der auch bei der Seebrücke aktiv ist, stellt klar, dass die Seebrücke nicht nur für diejenigen da ist, die übers Mittelmeer kommen, sondern für alle Flüchtlinge, egal woher sie kommen. Fritz Laß ist zuversichtlich, dass man jedem Helfen werden kann und wird. Am Ende der Mahnwache stimmte eine Schleswigerin dann das Lied „We Shall Overcome“ an und alle Anwesenden stimmten mit ein.