Krieg in der Ukraine – viele Schleswigerinnen und Schleswiger wollen helfen.

Krieg in der Ukraine – viele Schleswigerinnen und Schleswiger wollen helfen.

4. März 2022 Aus Von Andreas Franke

SCHLESWIG. Seit gut einer Woche herrscht Krieg in der Ukraine. Bis vor kurzem war das undenkbar. Unfassbares Leid wird über die Menschen in der Ukraine gebracht. Viele Menschen wollen helfen, machen sich Sorgen.

Es ist es wichtig, mögliche Hilfsangebote zielgerichtet und vor allem bedarfsorientiert zu steuern. Daher wird darum gebeten, von eigenen Fahrten an die ukrainische Grenze abzusehen. An den Landesgrenzen werden Ukrainerinnen und Ukrainer von Hilfsorganisationen in Empfang genommen und registriert, um die weitere Unterbringung organisieren zu können. Auch in Deutschland wird eine zentrale staatliche Steuerung und Koordinierung erfolgen. Wer Sachspenden für Geflüchtete aus der Kriegs- und Krisenregion spenden möchte, wird gebeten, sich an Hilfsorganisationen zu wenden. Diese koordinieren die Spenden und haben einen Überblick, was vor Ort benötigt wird. In Schleswig nimmt die AWO Sachspenden entgegen. Es wird jedoch um vorherige Kontaktaufnahme gebeten. Wer Geld spenden möchte, sollte dies gerne über die bekannten Spendenkonten der Hilfsorganisationen tun. Die AWO nimmt ebenfalls Geldspenden an und kann dafür Spendenbescheinigungen ausstellen. Dieses Geld soll vorrangig für hier ankommende Flüchtlinge verwendet werden.

Die Stadt Schleswig bereitet sich zudem darauf vor, dass Geflüchtete aufgenommen und untergebracht werden können. Aus diesem Grund sucht die Stadtverwaltung Wohnungen oder anderen Räume, die zur Verfügung stehen und führt darüber eine Liste. Bürgermeister Stephan Dose betont: „Wer Ferienwohnungen, Räume oder ähnliches zur Verfügung stehen hat, darf sich gerne an die Stadt wenden. In dieser schweren Zeit müssen wir gemeinsam unser bestmögliches tun. Wir haben auch schon Angebote für Unterkünfte und für Sachspenden erhalten. Ich bedanke mich für den Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft der Schleswigerinnen und Schleswiger.“ Und weiter: „Hier bei uns in Schleswig leben Ukrainerinnen und Russinnen friedlich miteinander und das soll auch so bleiben. Es ist nicht der Krieg des russischen Volkes, sondern es ist der Krieg Putins, für den es keine Rechtfertigung gibt.“

Auf Bundes- und Landesebene erfolgt eine zentrale Steuerung notwendiger Unterbringungs- und Versorgungsmaßnahmen für die Geflüchteten. Ankommende Ukrainerinnen und Ukrainer können zunächst in den Landesunterkünften zur Ruhe kommen. Anschließend werden sie auf die Kommunen verteilt.