Offener Brief an die Mitglieder der Bürgervereine  und alle Menschen in Schleswig

Offener Brief an die Mitglieder der Bürgervereine und alle Menschen in Schleswig

17. März 2022 Aus Von Andreas Franke
Foto: Andreas Franke

Liebe Mitglieder der Bürgervereine!

Der Krieg in der Ukraine, den wir leider jeden Tag lesen und hören, hat schon lange die Grenzen überwunden und ist auch in der Stadt Schleswig angekommen. Viele Menschen aus der Ukraine sehen keine andere Möglichkeit, als mit ihrem wenigen Hab und Gut ihre Heimat zu verlassen, um zu überleben.

Wir sind dankbar, dass viele von uns bereits aktiv ihre Hilfe und Unterstützung angeboten haben, um den Menschen, die aus dem Kriegsgebiet zu uns kommen konnten, zu helfen.

Dennoch fehlt es weiter an vielen Dingen des täglichen Bedarfs und der persönlichen Hilfe. In Absprache mit der Stadt Schleswig, die sich selbst um langfristig nutzbaren Wohnraum kümmert, brauchen die Menschen persönliche Unterstützung und Betreuung, z. B. bei Behördengängen, beim Einkauf oder für Ähnliches.

Für die vielen Kinder, die häufig unbegleitet und teilweise traumatisiert in Schleswig angekommen sind, werden dringend pädagogische Kräfte als DaZ-Betreuer (Deutsch als Zweitsprache) und auch psychologische Hilfe benötigt.

So können Sie sich an die Vorstände der Bürgerverein wenden, wenn Sie bei der persönlichen Begleitung, bei der DaZ-Arbeit oder bei psychologischer Unterstützung helfen können. Dafür stehen Dr. Johannes Thaysen (Mail: johannes@thaysen-sl.de) oder Joachim Rossi (Mail: jrossi@t-online.de) zur Verfügung. Wir leiten dann die Anfragen weiter.

Selbst für die mitgebrachten Haustiere kann jede Hilfe gebraucht werden, sei es beim Unterbringen oder auch bei der Beschaffung von notwendigen Kleinmaterialien. In diesem Fall möchten wir Sie bitten, sich direkt mit unserem Tierheim in Verbindung zu setzen (Mail: buero@tierheim-sl.de).

Außerdem werden Sachspenden benötigt, vor allem Bettwäsche und Kinderbetten (keine Kleider­spenden). Hierzu bitte direkt mit der AWO Schleswig (Mail: awo-schleswig@web.de) den Kontakt aufnehmen.

Wir wissen, dass wir die Ungerechtigkeit und das Leid nicht ändern können. Aber wir können uns solidarisch zeigen, jeder und jede auf seine bzw. ihre Weise. Zeigen wir als Bürgergesellschaft was es bedeutet, sich in einem demokratischen Gemeinwesen für die Allgemeinheit einzusetzen.

Dieser Brief an die Mitglieder ist zugleich ein offener Brief an alle Menschen in Schleswig.

                                               Mit freundlichen Grüßen

Dr. Arthur Christiansen                                                         Dr. Johannes Thaysen

  1. Vorsitzender                                                                    1. Vorsitzender

Schleswiger Bürgerverein                                                      Friedrichsberger Bürgerverein