Slesvighus weiterhin Spielort für Landestheater

Slesvighus weiterhin Spielort für Landestheater

27. April 2022 Aus Von Andreas Franke

Vertragsunterzeichnung im Slesvighus

Ute Lemm (Landestheater), Stephan Dose (Bürgermeiste) und Jens A. Christiansen (SSF) bei der Vertragsunterzeichnung. Foto: Andreas Franke

SCHLESWIG. Durch Beschluss der Ratsversammlung am 23.04.2018 hat die Stadt Schleswig sich verpflichtet, die seit 2012 bestehende Interimsspielstätte im Slesvighus für die Sparte Schauspiel bis zur Eröffnung der neuen dauerhaften Spielstätte im Kulturhaus weiter zu gewährleisten. 2018 wurde dies durch vertragliche Vereinbarung mit dem Eigentümer des Slesvighuses, dem Sydslesvigsk Forening (SSF), der Schleswig-Holsteinischen Landestheater GmbH und der Stadt geregelt – zunächst bis zum Ende der Spielzeit 2021/22.

Die Realisierung des Kulturhauses Auf der Freiheit im ehemaligen Mannschaftsheim der Bundeswehr und jetzigen „Heimat“-Gebäude verzögert sich weiter. Vor diesem Hintergrund bedarf es der Verlängerung der zunächst bis Sommer 2022 währenden vertraglichen Interimsspielsituation im Slesvighus.

Die Ratsversammlung beschloss daraufhin am 28.03.2022, dass die Stadt Schleswig als Mitgesellschafterin der Schleswig-Holsteinischen Landestheater GmbH ab der Spielzeit 2022/23 die derzeitige Interimsspielsituation für die Theatersparte Schauspiel im Slesvighus bis zur Eröffnung des Kulturhauses als neue dauerhafte Spielstätte verlängert. Am Freitag, 22.04.2022, konnte der Vertrag zur Weiternutzung im Slesvighus unterzeichnet werden. Bürgermeister Stephan Dose betont: „Einen großen Danke richte ich an den SSF für die konstruktiven Vertragsgespräche und die Unterstützung. Ich freue mich, dass durch das verbesserte Angebot wieder Premieren in Schleswig stattfinden können.“

Im Zuge der Verhandlungen mit SSF und der Schleswig-Holsteinischen Landestheater GmbH über die Fortsetzung der Interimsspielstätte Slesvighus konnten ab der Spielzeit 2022/23 folgende Änderungen verhandelt werden:

  • Erhöhung der je Spielzeit zur Verfügung stehenden Nutzungstage ohne aufsteigende Bestuhlung für Kulturveranstaltungen des SSF von vier auf sechs,
  • Attraktivitätssteigerung der Theaterangebote in Schleswig durch Wiedereinführung von bis zu zwei Premieren in Schleswig,
  • Erhöhung der Theaterangebote in Schleswig an weiteren Orten in der Stadt durch Verlagerung der Kammerkonzerte des Landestheaters in die Aula der Domschule im Rahmen deren Kooperationspartnerschaft.

Die Kosten für Aus- und Einbau der Sitztribüne trägt das Schleswig-Holsteinische Landestheater, für einen Veranstaltungstermin die Stadt, die für den sechsten Termin der SSF selbst.

Eine Erhöhung des Gesamtbudgets für die Interimsspielstätte des Landestheaters ist damit nicht verbunden.