Neu gegründete Arbeitsgruppe „Freiflächen-Photovoltaik“ nimmt Arbeit auf

Neu gegründete Arbeitsgruppe „Freiflächen-Photovoltaik“ nimmt Arbeit auf

4. Mai 2022 Aus Von Andreas Franke
Die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Freiflächen-Photovoltaik“: Sarah Möller, Thomas Jessen, Thorsten Roos, Jörg Rudat, Thomas Jensen, Jürgen Augustin, Prof. Holger Watter, Rainer Borcherding (hinten, v.l.n.r.). Dirk Andresen, Christoph Weitkamp, Gerd Kämmer (vorne, v.l.n.r.).

Am 2. Mai trafen sich auf Initiative des Kreises Schleswig-Flensburg die Mitglieder der neu gegründeten Arbeitsgruppe „Freiflächen-Photovoltaik“ zu ihrer konstituierenden Sitzung.

Bereits weit vor dem sogenannten „Osterpaket“ der Bundesregierung begann auch im Kreis Schleswig-Flensburg ein regelrechter „Boom“ an neuen Photovoltaikanlagen – überwiegend auf bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen. Durch die jüngsten Zielvorgaben der Bundesregierung, die sich neben dem Klimaschutz nun auch aus den Aspekten der Energiesicherheit und –unabhängigkeit ableiten lassen, wird diese Entwicklung erheblich beschleunigt.

Wie auch bei Windkraft- und Biogasanlagen, treffen bei der Errichtung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen verschiedenste Interessen aufeinander. Um im Vorfeld möglichst alle unterschiedlichen Aspekte zu berücksichtigen, entstand die Idee zur Gründung einer Arbeitsgruppe „Freiflächen-Photovoltaik“. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe kommen aus den Bereichen Energiewirtschaft, Landwirtschaft, Naturschutz, Lehre und Forschung, Kommunalpolitik, Steuerrecht sowie der Schleswig-Holstein Netz AG und der IHK Flensburg. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, ein gemeinsames umfassendes Positionspapier zu erarbeiten.

In der konstituierenden Sitzung verständigte man sich auf die Themencluster Naturschutz/Landwirtschaft, Netzkapazitäten sowie Raumplanung. Diese werden nun kurzfristig in Teilgruppen inhaltlich bearbeitet und anschließend in das Gremium zurückgespielt.

Sobald ein Gesamtentwurf für das zukünftige Positionspapier erarbeitet wurde, wird dieser einer erweiterten Personengruppe und dem Regionalentwicklungs- und Umweltausschuss des Kreises zur Bewertung unterbreitet. Das final abgestimmte Positionspapier steht anschließend den politischen Parteien – von der kommunalen Ebene bis zum Landtag – zur Meinungsbildung und Hilfestellung bei Beschlüssen zur Verfügung.