Markierungen der Schutzstreifen

Markierungen der Schutzstreifen

18. August 2022 Aus Von Andreas Franke

Umsetzung des politischen Beschlusses für eine fahrradfreundliche Infrastruktur

SCHLESWIG. Die Stadt Schleswig wird in den kommenden Wochen weiter Schutzstreifen markieren. Damit soll den Radfahrenden das StVO-konforme Fahren auf der Fahrbahn erleichtert werden.

Die Umsetzung dieser Maßnahme beginnt im Friedrichsberg. Auf der Bahnhofstraße und der Mansteinstraße werden einseitige Schutzstreifen abmarkiert und das Parken an einigen Abschnitten unterbunden. Damit sollen Dooring-Unfälle vermieden werden. Davon spricht man, wenn Radfahrende von einer geöffneten Tür eines Kraftfahrzeuges erfasst werden. In der Friedrichstraße werden beidseitige Radverkehrsanlagen in Form von Schutzstreifen eingerichtet, da dort die notwendigen Fahrbahnbreiten vorhanden sind. Weitere Straßenzüge werden die Fortführung der Schutzstreifen auf der Berliner Straße und der Friedrich-Ebert-Straße, der Husumer Straße sowie dem Mühlenredder sein.

Aufgrund dessen kann es für die Dauer der Maßnahme von ca. vier Wochen zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen.

Die Entscheidung, den Radverkehr auf der Fahrbahn zu führen, wurde zum einen aufgrund der objektiv, sicheren Verkehrsführung und zum anderen für den Schutz der zu Fuß gehenden Bevölkerung getroffen. Das Fahren im Seitenraum erscheint zwar vielen Schleswiger*innen als subjektiv sicherer, an Grundstückseinfahrten und Straßeneinmündungen kann es jedoch vermehrt aufgrund schlechter Sichtbeziehungen zu Unfällen kommen. Bundesweit gilt die Unfallkategorie Einmünden/ Abbiegen als die häufigste Unfallursache.

Ein weiterer, wichtiger Aspekt ist der Schutz der zu Fuß gehenden. Besonders in Schleswig sind täglich u. a. viele Menschen mit Beeinträchtigungen zu Fuß unterwegs, die durch die oft elektrisch unterstützen Radfahrenden verunsichert sind. Der Schleswiger Beauftragte für Menschen mit Behinderung, Herr Rieger, äußerte sich hierzu, dass wiederholt Klagen und Kritik an ihn herangetragen werden. Die Stadt Schleswig möchte den Radverkehr nicht zu Lasten des Fußverkehres fördern, da das zu Fuß gehen doch die ursprünglichste Art der Fortbewegung ist und man in Schleswig sehr gut viele Wege zu Fuß erledigen kann. Vielmehr soll das Fahrrad als gleichberechtigtes Verkehrsmittel auf der Fahrbahn gestärkt werden. Das Fahrrad ist für Schleswig das ideale Verkehrsmittel, da die meisten Wege max. fünf Kilometer betragen.

Fragen und Anregungen können gern an den Fachdienst Tiefbau per Email an

radverkehr@schleswig.de gegeben werden.