Vermehrtes Auftreten von Blaualgen in der Schlei

Vermehrtes Auftreten von Blaualgen in der Schlei

24. August 2022 Aus Von Andreas Franke

Das Gesundheitsamt des Kreises warnt vor vermehrtem Auftreten von Blaualgen in der Schlei. Die aktuellen Wetterbedingungen mit anhaltend hohen Temperaturen begünstigen das Wachstum von Algen in der Schlei und flachen Badeseen. Dabei kann es auch zu einer starken Vermehrung von „Blaualgen“ kommen.

Bei Blaualgen handelt es sich eigentlich um Bakterien (sog. Cyanobakterien), die aber wie Pflanzen zur Energiegewinnung aus Sonnenlicht fähig sind und natürlicherweise in den Gewässern vorkommen. Blaualgen produzieren dabei Stoffe, die giftig sind (Toxine) und in höherer Konzentration auch beim Menschen durch Kontakt mit der Haut oder das Verschlucken von Wasser gesundheitliche Probleme verursachen können. Die Wahrscheinlichkeit von schweren Gesundheitsschäden ist insgesamt eher als gering einzuschätzen, wenn keine größeren Mengen Wasser verschluckt werden. Symptome treten in der Regel erst nach einigen Stunden auf. Möglich sind z. B. Haut- und Schleimhautreizungen, allergische Reaktionen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, aber auch Atemnot oder Fieber. Bei Haustieren (z. B. Hunden), die im Wasser schwimmen oder davon trinken, können allerdings schwere und auch lebensgefährliche Vergiftungen auftreten.

Woran kann man Blaualgen erkennen?

In hoher Konzentration zeigt sich oft die typische und namensgebende blaue Färbung. Aber auch eine trübe, oliv-grüne Färbung des Wassers oder Schaumbildung können Zeichen einer starken Algenblüte sein.

Aufgrund von Änderungen in den Wetterbedingungen und Wechsel der Windrichtung können sich diese „Algenteppiche“ an den Uferbereichen konzentrieren, aber auch ebenso schnell wieder auflösen oder an andere Stellen wandern.

Aktuell kommt es daher immer wieder an verschiedenen und wechselnden Stellen der Schlei oder der Badeseen zu Ansammlungen und die Situation vor Ort kann sich innerhalb von Stunden ändern.

Das Gesundheitsamt empfiehlt:

  • Im Zweifel sollte der Kontakt mit dem Wasser immer vermieden werden.
  • Als Faustregel gilt: Wenn im knietiefen Wasser die Füße nicht mehr zu sehen sind, sollte nicht gebadet werden.
  • Insbesondere kleine Kinder (die oft mehr Wasser verschlucken) und Haustiere sollten von Badestellen und Uferbereichen ferngehalten werden, wenn sich dort verdächtige Algenteppiche angesammelt haben.
  • Nach dem Kontakt sollte die Haut gründlich abgeduscht und die Badekleidung gewechselt werden.
  • Bei Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Ausführliche Informationen zu den Badestellen in Schleswig-Holstein, der Wasserqualität und „Blaualgen“ werden auch auf den Themenseiten der Landesregierung zur Verfügung gestellt. Ansprechpartner*innen bei Fragen sind ebenfalls das zuständige Gesundheitsamt oder die Betreiber*innen der Badestellen.