Badminton-Sommer 2022: Viel los in der „Pause“ und Neues im September

Badminton-Sommer 2022: Viel los in der „Pause“ und Neues im September

26. August 2022 Aus Von Andreas Franke

Badmintontag in der Schule + neue Schul-AG

Los ging es noch vor den Sommerferien mit einem Badmintontag an der Grundschule Schuby. Zusammen mit der stellvertretenden Schulleiterin und Sportlehrerin Susanne Behnke haben Alfons Niemann, Sven Möller und Nick Stobäus der dritten und vierten Klasse Badminton nähergebracht. Neben einigen Schlagübungen und Badmintonspielchen durfte der obligatorische Rundlauf am Abschluss der jeweils 1,5h Einheiten nicht fehlen. Die Kinder freuten sich dann noch über die erfolgreiche Abnahme des Badmintonabzeichens, das in Form einer Urkunde ausgehändigt wurde. Ergebnis des Vormittags war auch, dass gleich drei Schülerinnen sich zum Freitagstraining im Verein eingefunden haben, und im kommenden Schuljahr eine Schul-AG angeboten wird.

Mini-Badminton-Academy

Die Mini-Badminton-Academy fand in diesem Jahr nicht in der ersten Woche der Ferien statt, sondern in der vierten. Der Termin und die späte Werbung dafür waren wohl auch Gründe für eine geringere Teilnehmerzahl als bei der Premiere im letzten Jahr. Dennoch waren das Trainerteam und die TeilnehmerInnen mit Elan in der Halle und am Netz dabei. Die fünf Tage à zwei Stunden haben gezeigt, dass Badminton schnell zu erlernen ist – und sich die Lust auf ein Weitermachen einstellt. Auch aus dieser Gruppe erwartet die Sparte Neuzugänge.

Erfolgreicher Sprotten-Cup für SL06

Mit der überschaubaren Anzahl von vier Spieler*innen trat der SL06 in Altenholz beim 2. Sprotten-Cup – einem Senioren-Doppelturnier – an. Damit war schon vor dem Turnier klar, dass der Vereinspokal, den die Schleistädter noch beim Turnier in Oldesloe – überraschend – gewinnen konnten, nicht nach Schleswig gehen würde. Dennoch kann sich das Abschneiden sehen lassen. Einziger Wehrmutstropfen war das Damendoppel Svenja Sievers/Claudia Schimpf. Die beiden erwischten eine starke Gruppe, aus der sie nicht herauskamen und damit nicht in die KO-Spiele gelangten. Als Spielerin war das zunächst der letzte Einsatz von Svenja für SL06, da sie sich ihre Doppelpartnerin beim TSV Husum anschließen wird. Als Vereinsmitglied und Turnier-Organisatorin bleibt sie dem Verein jedoch erhalten.

Mit Lisa Weiß, Nick Stobäus und Josse Krabbenhöft gelangten alle übrigen Spieler*innen ins Halbfinale ihrer jeweiligen Spielklasse. Während Lisa mit Partnerin Jenna Kühn das Halbfinale und das Spiel um Platz 3 jeweils verlor und vierte wurde, machten Nick (oberes Foto, li.) und Josse (unteres Foto, 2. V.li.) es etwas besser. Nick erreichte mit seinem Partner vom TSV Heiligenhaben das Finale, in dem das Duo dann aber unterlag. Gleiches widerfuhr Josse, der für das Turnier seinen ehemaligen Doppelpartner Moritz Kühne von Blau-Weiß Wittorf/NMS nach fast drei Jahren mal wieder auf das Feld holte. Die Technik war noch vorhanden, die Puste ging dann aber zur Hälfte des zweiten Satzes aus, was nach zehn Stunden Hallenluft aber auch verständlich war.

Bei den Mixed-Paarungen am Sonntag war für die Schleswiger Weiß/Stobäus im Viertelfinale Endstation, dennoch war es mit zwei 2. Plätzen und einem 4. Platz ein erfolgreiches Turnier.

Schiedsrichter-Ausbildung: Drei neue für SL06

Parallel zum Sprotten-Cup fand ein Schiedsrichter-Lehrgang statt. Mit drei von fünf Teilnehmern stellte hier Schleswig das Gros – einen Vereinspokal gab es dafür aber nicht. Dennoch freut sich die Sparte nun über drei neue Schiedsrichter*innen, denn alle haben bestanden. So entgeht der Verein zugleich einem drohenden Strafgeld für Nichtgestellung von Referees. Geld, das in der Nachwuchsarbeit besser eingesetzt werden kann. Gratulation an Carolin Heinrich, Mario Kuntze und Tobias Krüger.

Premiere beim Sport-Camp Schleswig

Zum Jubiläum des zehnjährigen Sport-Camps Schleswig war auch erstmals die Badmintonsparte von SL06 am Start – und vermutlich nicht das letzte Mal. Zehn Stunden war das „Bad-Team“ am Tag für die Kinder im Einsatz – und anschließend platt. Das lag aber nicht an den teilnehmenden Kids, sondern vielmehr an den hochsommerlichen Temperaturen, die die ganze Woche herrschten. Nick Stobäus wurde von den drei Vereinsjugendlichen Julius Saupe, Fabrice Sandt und Moritz Waldeck unterstützt. Hinzu kamen im Wechsel aus der Trainerriege der Sparte Lea Krieger, Merle Trapp, Hanna Heger sowie Sven Möller, Josse und Ralf Krabbenhöft.

Wie schon bei der MBA, erlernten die Kinder im Alter von 7-14 Jahren die Grundschläge beim Badminton, Laufwege und erste Spielerfahrung –  in acht Trainingseinheiten, spielerisch und mit viel Spaß. Zum Abschluss gab es eine Camp-Medaille vom KSV und eine Urkunde vom Verein. Die intensive Woche hinterließ ihre Spuren. So kam es bei der Verabschiedung zu der einen oder anderen Träne. Vielleicht gibt es ja auch Tränen der Freude beim Wiedersehen im Vereinssport?

Verabschiedung des ersten FSJ´lers der Badminton-Sparte

Zum Schluss wurde es noch einmal intensiv für Nick Stobäus. Mit zwei Camps als Leiter, einem Camp als Teilnehmer und einem Turnier mitten drin, ging es noch einmal so richtig hoch her. Diesen Endspurt wie auch die letzten 365 Tage wird er so schnell nicht vergessen. Neue Bekanntschaften, spielerisch zugelegt, Erfahrungen mit Kindern in Verein und Schule, organisatorische Verantwortung sind nur einige Erlebnisse, die der bald 19järhige aus Schleswig mitnehmen wird.

Für beide Seiten, Nick und die Badmintonsparte war es die Premiere für das Freiwillige Soziale Jahr im Sport. Während Nick nun voraussichtlich in Berlin zu studieren beginnt, richten die Spartenmitglieder ihren Blick gespannt auf den September, denn dann kommt die Nachfolgerin von Nick. Greta Neve heißt sie und kommt aus dem fernen Bayern an den Ostseefjord.

Nick geht, das Schild bleibt: Vereinsvorsitzender Uwe Holst (li.) und Sponsor und Spartenmitglied Ralf Krabbenhöft (re.) verabschieden Nick.

Ausblick: Eltern-Kind-Gruppe und Erwachsenen-Anfänger-Kurse neu im Programm

Die Erfahrungen der letzten drei Jahre haben gezeigt, dass nicht nur während Corona etwas voranging, sondern auch, dass noch Lücken zu schließen sind. So stehen zwei neue Angebote im Programm. Eine Eltern-Kind-Gruppe soll ins Bewusstsein der Eltern bringen, dass auch Badminton für den Sportnachwuchs eine echte Alternative zu den klassischen Sportarten ist. Mit Spielen, viel Bewegung und Alternativen zu Schlägern und Badmintonbällen, so z.B. einem Luftballon, wird sanft an Badminton herangeführt. Die Eltern bringen sich ebenfalls mit ein, müssen dafür selbst aber nicht Badminton spielen können.

Das zweite Angebot richtet sich an Erwachsene. Wer noch nie oder bisher ganz selten Badminton/Federball gespielt hat, der kann sich zunächst in einem Anfänger-Kurs versuchen. Von der Pike auf wird in diesem Kurs Badminton beigebracht – so wie es bei den Kindern auch passiert. Mit diesem Angebot denkt die Sparte an Erwachsene, die ein wenig für ihre Fitness tun möchten und offen sind, einen neuen Sport zu erlernen.

Beide Angebote werden Anfang September starten. Bei Interesse bitte unter 0177-7479743 oder ralfkrabbe@aol.com melden.