November-Termine auf der Museumsinsel Schloss Gottorf

November-Termine auf der Museumsinsel Schloss Gottorf

25. Oktober 2022 Aus Von Andreas Franke

Anmeldung für alle Veranstaltungen ist ab sofort möglich: 04621/813222, service@landesmuseen.sh 

Sonntag, 6. November, 11 Uhr:

Das Nydamboot und die Funde von Thorsberg

Im 3. und 4. Jahrhundert n. Chr. kam es im westlichen Ostseegebiet zu erbitterten Kämpfen. Ausrüstungen der Unterlegenen wurden von den Siegern in heiligen Seen und Mooren geopfert, als Dank an eine hilfreiche Gottheit. Zwei dieser Opferstätten genießen heute Weltruf: die Moore von Nydam im südlichen Dänemark und von Thorsberg im nördlichen Schleswig-Holstein. Im Rahmen einer Führung am Sonntag, 6. November, um 11 Uhr erfahren Interessierte mehr darüber – auch über das berühmte Nydamboot.

Kosten: 3 Euro plus Eintritt.

Foto: Das Nydamboot © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen/ Isabel Sonnenschein

Dienstag, 8. November, 19 Uhr:

Archäologie-Wintervortrag – Der Amesbury Archer: Ein Glockenbecherkultur-Migrant

Im Rahmen der Wintervortragsreihe des Museums für Archäologie Schloss Gottorf findet am Dienstag, 8. November, um 19 Uhr der nächste Vortrag statt. Die Reihe steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Mobilität – Identität“.  Prof. Dr. Andrew Fitzpatrick, Universität Leicester im Department für Archäologie und alte Geschichte, spricht im Vortragssaal von Schloss Gottorf über den „Amesbury Archer“.

Der Amesbury Archer wurde in 2002 gefunden und ist zu einer der berühmtesten Personen der europäischen Vorgeschichte geworden. Er wurde im 24. Jahrhundert v. Chr. nicht weit von Stonehenge begraben und war ein Glockenbecher-Migrant vom Kontinent nach Großbritannien. Er ist auch der früheste Metallarbeiter, der bisher in Großbritannien gefunden wurde. Seine Kenntnisse in der Metallbearbeitung könnten erklären, warum seine Trauernden ihn mit mehr Grabbeigaben begruben als jede andere Person der Glockenbecherkultur in Europa.

Während die Beerdigung des Amesbury Archer außergewöhnlich ist, gab es viele andere Migranten. Jüngste Studien zu stabilen Isotopen und alter DNA haben gezeigt, dass die Migration einer der Hauptgründe war, warum sich die Bell Beaker-Kultur zu dieser Zeit schnell und weit über Westeuropa verbreitete. Dieser Vortrag wird durch das Prisma des Amesbury Archer die Gründe für diese weit verbreitete Mobilität untersuchen.

Dank der Unterstützung des Fördervereins Archäologie Schloss Gottorf e.V. im Rahmen des Johanna-Mestorf-Kollegs ist der Eintritt frei.

Foto: Arrowheads © Wessex Archaeology

Sonntag, 13. November, 11 Uhr:

Hand und Fuß – Redewendungen im MIttelalter

Um Redewendungen im Mittelalter geht es in einer Führung auf Schloss Gottorf am Sonntag, 13. November, um 11 Uhr. Ob die Besucher nun die Ausstellungen „durchhecheln“ ist eher fragwürdig, aber dass kein „leeres Stroh gedroschen“ wird, ist eine Tatsache. Keiner wird während dieser amüsanten Stunde ins „Fettnäpfchen“ treten, sondern nach den interessanten Geschichten eher „Oberwasser“ gewinnen. Diese und viele weitere Redensarten, ihre Herkunft und Bedeutung sind Thema der Führung. Kosten: 3 Euro plus Eintritt.

Foto: Hand und Fuß © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen

Ab Donnerstag, 17. November, 14.30 bis 17 Uhr

Kunst-Workshop: Von der Idee bis zum fertigen Bild

Von der Skizze über Materialproben und Zeiten des konzentrierten Malens bis zur Rahmung – an vier Donnerstagen ab 17. November arbeitet jeder an seiner besonderen Idee. Im Austausch miteinander und in den Sammlungen des Museums finden die Teilnehmer Anregungen für die eigene Arbeit.

Bei diesem Angebot handelt es sich um einen viertägigen Workshop, der donnerstags vom 17. November bis 8. Dezember jeweils von 14.30 bis 17 Uhr stattfindet. Die Termine sind nicht einzeln buchbar.

Kosten: 48 Euro plus Eintritt.

Foto: Kunstkursus für Erwachsene © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen

Sonnabend, 19. November, 14 Uhr:

Adelige Köstlichkeiten. Barocke Pralinen selbst gemacht

Adeliges Leben ist besonders zur Zeit des Barock Pracht und Genuss zugleich. Bei einem Rundgang durch Schloss Gottorf erfahren Interessierte am Sonnabend, 19. November, um 14 Uhr, wie reich die Tafeln bei Hofe gedeckt waren und was die Gaumen der Zeit kitzelte. Da Süßes keinesfalls fehlen durfte, dürfen auch noch gemeinsam barocke Pralinen hergestellt werden. Ein kleines Gefäß für den Transport der Köstlichkeiten sollte mitgebracht werden. Kosten: 6 Euro plus Eintritt.

Foto: Barocke Pralinen selbst gemacht © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen

Sonntag, 20. November, 11 Uhr:

Der Weg zum russischen Thron. Warum Gottorf fast drei Jahrzehnte von Russland aus regiert wurde

Der Weg der Gottorfer zum Zarenthron begann 1725 mit der Heirat zwischen Herzog Karl Friedrich und Zarentochter Anna. Der einzige Spross aus dieser Ehe, der früh verwaiste Karl Peter Ulrich, wurde von seiner Tante, der kinderlosen Elisabeth Petrowna, an den Zarenhof geholt und bestieg als Peter III. 1762 den Zarenthron. Was das zur Folge hatte, wird bei der wissenschaftlichen Sonntagsführung am Sonntag, 20. November, 11 Uhr, von Dr. Alevtina Beyersdorf erläutert. Kosten: 3 Euro plus Eintritt.

Foto: Die beeindruckende Südfassade von Schloss Gottorf © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen

Sonnabend, 26. November, 11 Uhr:

Die Wichtel sind los! Adventsprogramm für Kinder

Mit der Adventszeit startet auf Schloss Gottorf auch wieder das Kinderprogramm. Los geht es mit „Die Wichtel sind los!“ am Sonnabend, 26. November, um 11 Uhr. An ihren roten Zipfelmützen und weiten Umhängen sind sie zu erkennen, wenn sie auf leisen Wichtelsohlen durch die Gänge des Schlosses schleichen. Auf ihrem Weg durch die prächtigen Säle kommen sie Geheimnissen auf die Spur, probieren spannende Spiele aus und lassen es sogar im Hirschsaal schneien! Abgerundet wird das Programm mit Kakao, Keksen und weihnachtlichen Geschichten im historischen Gewölbekeller.

Kosten: 9 Euro. Empfohlen für Kinder im Alter von fünf bis acht Jahren.

Foto: Die Wichtel sind los! © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen/ Holger Widera

Sonntag, 27. November, 11 Uhr:

Das Schloss als Residenz der Herzöge. Gottorf im Glanz des Barock

Seine Blütezeit erlebte Schloss Gottorf im 17. Jahrhundert unter der Regentschaft der Herzöge von Schleswig-Holstein-Gottorf. Repräsentativ für jene Zeit sind original erhaltene Räume und umfangreiche Sammlungsbestände. Die Besucherinnen und Besucher werden am Sonntag, 27. November, ab 11 Uhr durch den Historischen Rundgang geführt und erleben dabei Schloss Gottorf im Glanze des Barock.

Kosten: 3 Euro plus Eintritt.

Foto: Blauer Saal © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen