Sonntag war im Dom mee(h)r los!

Sonntag war im Dom mee(h)r los!

5. November 2022 Aus Von Andreas Franke

Familien-Gottesdienst und Aktionstag

Viele Große- und kleine Schleswiger kamen zum Familien-Aktionstag in den St. Petri Dom, wo sie neben dem Gottesdienst bis in den frühen Nachmittag hinein ein wunderbares Programm erwartete. Foto: Andreas Franke

Am vergangenen Sonntag (30.10.2022) war im Dom mee(h)r los! Von 10 bis 14 Uhr waren die großen und kleinen Schleswigerinnen und Schleswiger zum Familiengottesdienst und einem Aktionstag mit einem bunten Programm eingeladen, bei dem es durchweg maritim zuging. Der Gottesdienst, gemeinsam gehalten von Pastorin Sandra Matz und Pastor Michael Dübbers, drehte sich um die Bibelgeschichte von Jona und dem Wal, wunderbar unterstützt durch ein gleichnamiges Singspiel des Kinderchores unter der Leitung von Domkantorin Mahela T. Reichstatt. Die Kinder in ihren Matrosen-Outfits vor dem Hintergrund des riesigen handgemalten Pottwals passten einfach großartig zum Motto des Tages.

Buntes Programm für Groß und Klein

Nach dem eigentlichen Gottesdienst folgte das bunte Programm dieses Familien-Aktionstages, so konnten sich die Besucher im Schwahl erstmal etwas stärken, süß oder herzhaft, bei Crêpes, Hotdogs oder Stockbrot vom Lagerfeuer der Pfadfinder im Innenhof. Dort stand dann auch das große Erzählzelt für die erwachsenen Besucherinnen und Besucher, die Lütten und jung gebliebenen Großen durften sich dort außerdem daran versuchen riesige bunt schillernde Seifenblasen gen Himmel zu schicken. Was offensichtlich viel Spaß machte, wenn es auch etwas Übung erforderte. 🙂

Geschichten für die Lütten

In der „Oase“ gab es dann Geschichten für die kleinen Gäste des Schleswiger Doms. Die Geschichte von Noah und der Arche zum Beispiel. Wunderbar vorgetragen und unter Einbeziehung der kleinen Zuhörer mit einer großen Spielzeug-Arche aus Holz samt bunter Tierfiguren. Die selbstverständlich immer in Pärchen auf dem Schiff ihren sicheren Platz fanden.

Ein römischer Fischer vom Holm

Spannend und lehrreich zugleich, so kennt man Jörg Nadlers Schleswiger Barocktage nun bereits seit einigen Jahren und das weit über unsere Stadt hinaus. Aber der Fischer vom Holm ist auch als historischer Fischer auf vielen Veranstaltungen unterwegs und dort immer ein gern gesehener Gast, der mit einer unglaublichen Leidenschaft sein historisches Wissen mit den Menschen teilt. Dabei zeigt er immer eine große Zahl an Alltagsgegenständen und Werkzeugen der jeweiligen Epoche und sehr viele der gezeigten Ausstellungsstücke sind dabei Originale die die Jahrhunderte bis heute überstanden haben. Da kommt man schnell ins Staunen und Jörg Nadler weiß zudem viele spannende Geschichten zu erzählen.

Maritime Ambient-Performance

Björn Mummert untermalte den Familien-Aktionstag mit seiner elektronischen Live-Performance. Diesmal nicht in Begleitung von Guido Helmentag an der Dom-Orgel, wie im letzten Jahr, sondern solo. Wer den Klängen einmal einen Moment aufmerksam lauschte wird erkannt haben, dass der Ursprung der verwendeten Klangfarben ebenfalls ein Maritimer war, sich zum Beispiel aus Walgesängen und Geräuschen des Wassers zu einem neuem sich ständig weiter entwickelnden Klangbild formten. Am Ende des Aktionstages animierte Björn Mummert dann die noch anwesenden Besucherinnen und Besucher zum Mitmachen. Mit Fingerschnipsen, klatschen und trommeln mit den Füßen erschuf man unter seiner Leitung gemeinsam und im Zusammenspiel mit dem Raumklang/Hall des Domes eine Geräuschkulisse eines Gewitterregens. Das hörte sich nicht nur beeindrucken an, sondern machte auch einfach riesigen Spaß.

Der Wünsche-Schuppen-Fisch

Ein großes Stück Karton mit den Umrissen eines Fisches lud die Besucher ein, diesen mit bunten Schuppen aus Papier zu verschönern auf denen jeweils ganz persönliche Wünsche geschrieben wurden. Die aufgeschriebenen Wünsche beziehen sich oft auf die aktuellen Probleme in der Welt, sei es nun der Klimawandel oder menschenverachtende Krieg Russlands gegen die Ukraine aber auch ganz persönliche Dinge.

Weitere Aktionen waren das immer sehr beliebte Kinderschminken und das Angelspiel, bei dem man mit Magnetangeln nach Dingen fischen konnte, die man im Meer hals so findet. Leider sind das nicht nur Fische, sondern eben auch Dinge, die dort nicht hingehören, Dinge, die der unachtsame Mensch dort entsorgt hat. Das macht Spaß und gleichzeitig nachdenklich.

Das große Pottwal-Bild im Dom hatte im Bauch des Wals ein großes Loch, durch das man seinen Kopf für ein lustiges Selfie stecken konnte, was den Besuchern ebenfalls viel Freude machte.

Dom-Safari

Richtig viel Spaß machte auch die Suche nach den vielen im ganzen Dom versteckten großen und kleinen Tieren. Mal prominent platziert, aber oft auch gut versteckt und recht klein von Statur. Man musste oft schon sehr gut hinschauen, um jedes einzelne zu finden, dabei konnte man dann auch den besser kennenlernen, weil man wirklich in jede Ecke schauen musste. Es hat zwar etwas gedauert, aber ich habe zum Schluss des Aktionstages tatsächlich alle versteckten Tiere gefunden. Glaube ich zumindest:

Mein Fazit

Da war ganz eindeutig mee(h)r los am letzten Sonntag im Dom und der Aktionstag hat den Besucherinnen und Besuchern große Freude gemacht, da bin ich mir sicher.